Dieser Urlaubsflug nach Kreta begann alles andere als entspannt. Ein Ryanair-Flug von Wien nach Kreta sollte am Freitag planmäßig um 12 Uhr abheben. Tatsächlich startete die Maschine gegen 12.30 Uhr. Doch bereits rund eine halbe Stunde später kam es zu einem Zwischenfall.
Wie ein Passagier gegenüber "Heute" berichtet, fielen während des Fluges plötzlich Sauerstoffmasken aus der Deckenverkleidung der Kabine. Die Maschine drehte daraufhin um und flog zurück zum Flughafen Wien.
Nach der Landung seien technische Arbeiten an der betroffenen Stelle durchgeführt worden. Aufnahmen eines Passagiers zeigen, dass dabei augenscheinlich auch Klebeband zum Einsatz kam. Laut einer Durchsage des Piloten war zunächst ein neuerlicher Start für 15.40 Uhr vorgesehen. Für die Passagiere bedeutete das allerdings: warten – und zwar im Flugzeug.
Während der langen Wartezeit kam es schließlich zu einem weiteren Zwischenfall. Ein männlicher Passagier soll eine Flugbegleiterin um kostenloses Wasser gebeten haben. Der Mann habe erklärt, dass es ihm nicht gut gehe.
Daraufhin entwickelte sich laut Schilderung des "Heute"-Lesers ein Streit zwischen dem Passagier und der Flugbegleiterin. Im Zuge der Auseinandersetzung soll der Mann offenbar das englische Schimpfwort "bitch" gemurmelt haben. Die Situation eskalierte. Die Polizei wurde verständigt.
Wenig später betraten laut Augenzeugen sieben Polizisten die Maschine. Der Mann und seine Partnerin mussten das Flugzeug verlassen. Der Passagier habe dabei nochmals erklärt, dass er Wasser verlangt habe, weil ihm schlecht sei.
Anschließend wurde das Handgepäck in den Gepäckfächern kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine Gegenstände des Mannes an Bord zurückgeblieben waren. Doch dann nahm der Zwischenfall eine dramatische Wendung. Nach Angaben des Passagiers brach der Mann auf dem Vorfeld zusammen. Die Rettung musste alarmiert werden.
Erst knapp eine Stunde später habe der Betroffene den Rettungswagen wieder verlassen können. Gemeinsam mit seiner Partnerin sei er anschließend mit einem Bus vom Vorfeld weggebracht worden.
Für die übrigen Passagiere ging die Odyssee unterdessen weiter. Durch den Polizeieinsatz sei ein weiterer Startslot verfallen. Statt um 15.40 Uhr sollte die Maschine nach Angaben des Passagiers nun frühestens gegen 16.30 Uhr Richtung Kreta starten.
Besonders verärgert zeigten sich Reisende über die Situation während der stundenlangen Wartezeit. "Für Essen und Getränke beziehungsweise Wasser müssen alle Passagiere weiterhin bezahlen – nach über vier Stunden im Flugzeug", schildert der Betroffene gegenüber "Heute". Zeitweise sei es den Passagieren nach seinen Angaben zudem nicht möglich gewesen, die Toiletten zu benutzen. Für den Wiener war es definitiv der letzte Flug mit der Billig-Airline.