Bitcoin schießt auf die 10.000-Euro-Marke zu

So kann man sie sich vorstellen, doch gehandelt wird nur virtuell: Bitcoins.
So kann man sie sich vorstellen, doch gehandelt wird nur virtuell: Bitcoins.Reuters
Die Kryptowährung Bitcoin stieg am Dienstag nicht nur über 10.000 Dollar, sondern sogar immer weiter. Sogar die 10.000-Euro-Marke war greifbar.

Nach schwierigen Monaten setzt die Digitalwährung Bitcoin ihren seit Jahresbeginn mit Unterbrechungen anhaltenden Kursanstieg fort. Am Dienstag stieg die älteste Kryptowährung auf den europäischen Handelsplattformen bis auf knapp über 11.300 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Monaten. Kurzzeitig hatte Bitcoin die 10.000-Dollar-Marke immer wieder durchbrochen, war aber jedes Mal zurückgesunken.

Belohnung halbiert sich

Dieses Mal gehen Beobachter aber von einem neuen Rekord aus. Die Besitzer freut es, denn innerhalb von nicht einmal einem Monat hat sich der Wert um 20 Prozent erhöht. Experten sind sich noch nicht ganz sicher, wie der Kursanstieg zu beurteilen ist. Derzeit heißt es, wenn sich der Bitcoin-Preis nun einpendle, könne eine neue "Rallye" beginnen, wie wir sie aus dem Jahr 2017 kennen. Damals waren die Kurse von Kryptowährungen extrem in die Höhe geschossen.

Für die Kurs-Schwankungen der vergangenen Monate und den aktuellen Anstieg ist auch das periodisch stattfindende "Halving" verantwortlich. Es hängt mit der Konstruktion des Bitcoin-Netzwerks zusammen. Bei den neu geschaffenen Bitcoins handelt es sich um die Belohnung für die Bitcoin-Miner. Diese validieren etwa alle zehn Minuten auf ihren Computern einen neuen Block mit Transaktionsdaten für die Bitcoin-Blockchain – dies unter großem Rechenaufwand und entsprechend hohen Stromkosten.

Beim Start des Bitcoin-Netzwerks hatte die Miner-Belohnung noch bei 50 Bitcoin gelegen, 2012 kam es zum ersten Halving auf 25 Bitcoin. Seit dem Jahr 2016 beträgt die Schürfer-Belohnung und damit die Geldschöpfung pro Datenblock 12,50 Bitcoin. Beim Halving beim Erreichen von Block 630.000 der Bitcoin-Blockchain im Mai 2020 halbierte sich die Belohnung auf 6,25 Bitcoin. Bei den Minern dürfte es entsprechend zu einer Bereinigung kommen: Die ineffizienteren Miner mit hohen Stromkosten oder veralteten Rechnerausrüstungen dürfte es dabei "aus dem Markt spülen".

Kursschwankungen eher die Regel

Es gibt aber Investoren, die den Rummel um dass Bitcoin-Halving nun nutzen, um Gewinne aus der jüngsten Kursrally mitzunehmen. Mitte März 2020 war der Bitcoin zwischenzeitlich unter die Schwelle von 5.000 Dollar gefallen und hatte seitdem rasant zugelegt. Starke Kursschwankungen sind bei Digitalwährungen eher die Regel als die Ausnahme. Besonders heftig waren diese Schwankungen in den Jahren 2017 und 2018, als der Bitcoin zunächst extrem stieg und sein Rekordhoch von 20.000 Dollar erreichte – um wenig später in hohem Tempo abzustürzen.

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