Die älteste und bekannteste Kryptowährung steht wegen der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed unter großem Druck. Am Dienstagabend wurde der Bitcoin bei 60.520 US-Dollar gehandelt – etwa 4.000 Dollar tiefer als 24 Stunden zuvor. Und auch am 1. Mai sank der Kurs weiter, auf zeitweise 56.700 Dollar.
Zu groß sind die Fragezeichen in puncto Geldpolitik. Denn seit März 2022 hat die Notenbank der größten Volkswirtschaft der Welt ihren Leitzins als Bemühung gegen die Inflation um mehr als fünf Prozentpunkte angehoben und in den vergangenen Monaten die Zinsen auf hohem Niveau belassen.
Anleger hoffen nun, dass der Fed-Chef Jerome Powell endlich Signale einer Zinssenkung sendet. Analysten gehen allerdings davon aus, dass damit frühestens im September zu rechnen ist. "Wenn die Inflation bleibt, wo sie ist, oder wenn sie weiter steigt, wird eine Änderung der Politik sehr unwahrscheinlich", sagte Eswar Prasad, Wirtschaftswissenschaftler an der Cornell-Universität, der Washington Post.
Einige Analysten werfen mittlerweile sogar die Frage auf, ob nicht eine weitere Zinserhöhung im Raum steht. Das "Wall Street Journal" schreibt allerdings, dass dies zumindest absehbar unwahrscheinlich sei.
Dazu müsse die Inflationsrate stärker ansteigen – etwa aufgrund einer neuen Angebotsknappheit bei Rohstoffen. Auch höhere Gehälter im Zuge einer Lohn-Preis-Spirale müsste die Fed dafür beobachten. Die US-Notenbank Fed berücksichtigt auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt, weil sich diese auf die Verbraucherpreise auswirken kann.