Bitte von Roman Polanski umsonst: Verfahren bleibt

Der Deal, den Polanskis Anwalt mit einem Gericht in den USA aushandeln wollte, ist geplatzt: Das Verfahren gegen den Regisseur wird nicht fallen gelassen.

Seit 40 Jahren meidet Oscar-Preisträger Roman Polanski (beste Regie 2003 für "Der Pianist") US-amerikanisches Hoheitsgebiet. Das wird sich auch in näherer Zukunft nicht ändern. Der Bitte des 83-Jährigen, das Verfahren gegen ihn einzustellen, wurde nicht stattgegeben.

Einem Bericht von "TMZ" zufolge sah der LA County Superior Court keine Veranlassung, Polanski vom Haken zu lassen. Harland Braun, der Anwalt des Filmemachers, hatte sich um die Zulassung eines Dokuments bemüht, das einen Deal zwischen Polanski und dem Gericht aus dem Jahr 1978 belegen sollte. Die Vereinbarung über eine Haftstrafe von 48 Tagen (die Polanski damals auch verbüßte) ist laut zuständigem Richter aber nicht zustande gekommen.

Causa Polanski

1977 wurde Roman Polanski Unzucht mit einer Minderjährigen (was in Kalifornien automatisch als Vergewaltigung gilt) vorgeworfen. Er bekannte sich dazu, Sex mit der damals 13-jährigen Samantha Geimer gehabt zu haben, verbrachte einige Wochen im Gefängnis und kam danach auf Kaution frei. Anschließend reiste der Regisseur nach Paris, um einer möglichen erneuten Inhaftierung zu entgehen. Seither besteht ein Haftbefehl gegen ihn in den USA. 2009 war Polanski von Schweizer Behörden festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden, als er das Filmfestival Zürich besuchte. Statt ihn auszuliefern, ließ man den Regisseur nach zehn Monaten jedoch wieder frei. Samantha Geimer setzt sich aktuell für eine Einstellung des Verfahrens ein.

(lfd)

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