Bargeld bunkern, Warten für Wasser – der Blackout-Plan

Licht aus, Krisenmodus an: Gibt es in Österreich einen Blackout, läuft nichts mehr wie vorher.
Licht aus, Krisenmodus an: Gibt es in Österreich einen Blackout, läuft nichts mehr wie vorher.REUTERS
Der Blackout-Plan für Österreich steht. Im Falle eines länger andauernden Strom-Ausfalls wird sich das Leben hierzulande äußerst drastisch ändern.

Was tun, wenn das Licht ausgeht? Was anfangs witzig klingen mag, kann sich schnell zu einer immensen Krise im Land ausweiten. Denn: Wasser, Nahrung, Geld und alles andere Lebensnotwendige könnte schwer oder gar nicht mehr zu haben sein. Damit die Situation nicht ins Chaos abdriftet, haben sich Regierung und alle beteiligten Organisationen wie die Lebensmittelversorger auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt. Hier dein persönlicher Blackout-Plan:

Blackout-Lockdown – am ersten Tag alle Märkte zu

Daheim Bargeld bunkern

Die Experten weisen darauf hin, ausreichend Bargeld im Haus zu haben. Denn: Im Falle des Falles funktionieren weder Bankomaten noch Kartenzahlungen im Handel – und die Notfall-Pakete mit Wasser und Essen gibt es nur gegen Bargeld. Die heimische Nationalbank (OeNB) rät zur Aufbewahrung von rund 100 Euro pro Familienmitglied bzw. die Summe eines doppelten Wocheneinkaufs im Haus zu haben. Eine vierköpfige Familie sollte demnach mindestens 400 Euro in bar haben. Das Geld sollte nach Möglichkeit in kleiner Stückelung – also in Form von 10-, 20- oder 50-Euro-Noten – verfügbar sein.

Am ersten Tag alles Geschäfte zu

Bei einem Runden Tisch des heimischen Lebensmittelhandels wurde beschlossen, wie die Supermärkte auf das Szenario reagieren. Ergebnis: Am ersten Tag eines Blackouts in Österreich werden alle Geschäfte im Land ausnahmslos geschlossen. Die Bürger müssen im Vorfeld also einen Lebensmittel- und Wasservorrat zu Hause haben. Die Lebensmittelhändler bereits sich mit der Schließung auf die kommenden Krisen-Tage vor.

Anstehen für Wasser und Essen

Ab dem zweiten Tag des Blackouts werden von 9 bis 10 Uhr Lebensmittel an die Gemeinden und Blaulichtorganisationen ausgegeben, von 10 bis 15 Uhr – für fünf Stunden – ist dann die Ausgabe vorbereiteter Produkt-Sackerl an die Bevölkerung vor den Supermärkten geplant. Aussuchen können sich die Bürger die Waren dabei nicht, in den Blackout-Sackerln sind nur die notwendigsten Dinge wie Wasser, Brot, Konserven und Fertigprodukte vorgesehen. Die Supermärkte selbst dürfen weiter nicht betreten werden, die Sackerl werden vor den Märkten an die Bürger ausgegeben. Gezahlt werden kann nur mit Bargeld.

Basis-Versorgung durch Not-Pakete

Wie die Wirtschaftskammer gegenüber "Heute" erklärt, gibt es in einem solchen Szenario und Notfall-Sackerl Produkte je nach Verfügbarkeit. Dabei geht es um Produkte wie Milch, Joghurt, Käse, Obst oder Gemüse. Zusätzlich können auch fertig zusammengestellte Pakete aus dem sogenannten Trockensortiment – etwa haltbares Brot, Konserven, Snacks, Kekse, Schokolade sowie Fertigprodukte – und Getränke erworben werden. Auf Wunsch gibt es auch Babyartikel und Hygieneprodukte sowie Kerzen.

Nur noch Trockenlebensmittel ab Tag 3

Ab dem dritten Tag können aus Gründen der Lebensmittelsicherheit nur mehr Produkte aus dem Trockensortiment an die Bürger ausgegeben werden. Der Bevölkerung wird eine eigenständige Haushaltsbevorratung von Lebensmitteln für 14 Tage empfohlen, heißt es weiter im Blackout-Plan. Wie auch zuvor entscheidet immer das jeweilige Unternehmen, was in den Notfall-Sackerl und -Paketen ausgegeben wird. "Aus logistischen Gründen können im Krisenfall keine Wünsche für den Inhalt berücksichtigt werden", heißt es.

Blackout-Reserve für dich persönlich

Was du für Blackout zu Hause haben solltest, ist schnell zusammengefasst. In Sachen Ersatzbeleuchtung solltest du über eine Kurbeltaschenlampe oder Taschenlampen mit Ersatzbatterien und LED-Leuchten wegen des geringen Stromverbrauchs (sollte es zumindest etwas Strom geben)(geringer Stromverbrauch) verfügen. Kerzen sind zwar praktisch, bergen aber auch Brandgefahr. Als Notfallradio schaffst du dir am besten ein Kurbelradio mit Dynamoantrieb oder ein Batterieradio mit Ersatzbatterien an. 

Hygiene und Heizen nicht vergessen

Bei der Hygiene bist du mit Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Vollwaschmittel, Müllbeutel und Putzmittel gut ausgerüstet. Und als Notfall-Heizmöglichkeit kommen Heizgeräte, die mit Petroleum oder Flaschengas (auf genügend Zuluft achten, mit Profi abklären) betrieben werden können sowie Kachelöfen oder Kaminöfen in Betracht.

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