Blackout-Schulungen: Bundesland macht jetzt ernst

Im Burgenland möchte man sich auf den Ernstfall vorbereiten.
Im Burgenland möchte man sich auf den Ernstfall vorbereiten.Getty Images/iStockphoto
Das Thema Blackout hat in den vergangenen Monaten stark an Bedeutung gewonnen. Nun finden im Burgenland die ersten Blackout-Schulungen statt.

Am Mittwoch fand eine Pressekonferenz des neu gewählten Präsidenten des burgenländischen Zivilschutzverbandes Herbert Wagner statt. Mit dem neuen Präsidium bekommt der Verband nicht nur einen neuen Namen ("Bevölkerungsschutz Burgenland"), Wagner kündigte ein neues Gemeindepaket an. Bürgermeister und Verwaltungen sollen bei der Blackout-Vorsorge unterstützt und im Umgang mit Krisen geschult werden.

Pendeln nicht mehr möglich

Die Gemeinden sollen darüber informiert werden, wie sich sich auf Krisen vorbereiten können. Wagner meinte, dass das Pendeln im Falle eines Blackouts wegen Treibstoffmangels nicht mehr möglich sei. Die Bürgermeister seien dann gefordert, einen Krisenstab einzurichten. Außerdem solle der bestehende digitale Katastrophenschutzplan mit den Kommunen analysiert werden, sagte Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ).

Auf Blackout, Pandemie und Giftunfall vorbereitet

Nicht nur die Politik, auch die Bevölkerung will der Bevölkerungsschutz erreichen und für den Krisenfall vorbereiten – etwa durch Vorträge, Workshops und Projekte. Ziel sei, "dass der Bürger auch das Gefühl hat, er kann selbst etwas tun, vor allem in Hinblick auf die Bevorratung", so Wagner. Neben Lebensmitteln und Getränken für 14 Tage sollten vor allem auch ausreichend Hygieneartikel im Haushalt vorhanden sein – z.B. Klopapier, wie die Hamsterkäufe zu Beginn von Corona gezeigt hätten. Damit sei man nicht nur auf eine Pandemie, sondern auch auf einen Blackout und sogar einen Giftunfall vorbereitet, betonte Wagner.

Frauenanteil soll erhöht werden

Künftig will der Verband öffentlich hauptsächlich unter seinem neuen Namen auftreten. Dieser zeige, "was wirklich im Mittelpunkt steht: der Bevölkerungsschutz", betonte Wagner, der sich bei seinem Vorgänger, dem SPÖ-Landtagsabgeordneten Erwin Preiner, bedankte. Neue ehrenamtliche Mitarbeiter sollen angeworben und der Frauenanteil erhöht werden. Bisher gebe es nur wenige Frauen im Verband, gerade im Krisenfall seien deren Ansichten aber oft bereichernd, so Wagner.

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