"Blair (S)Witch" im Test: Der Horror wird mobil

"Blair Witch" ist nun auch auf Nintendo Switch erhältlich.
"Blair Witch" ist nun auch auf Nintendo Switch erhältlich.Bloober Team
Der Terror im Black Hills Forest ist mit der Nintendo-Switch-Fassung von "Blair Witch" auch unterwegs spielbar. "Heute" hat das Grusel-Game getestet.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht: Was ist schon unheimlicher, als alleine mit einer Taschenlampe durch einen komplett finsteren Wald zu irren, in dem eine unheilvolle Präsenz jeden Schritt zu beobachten scheint. Das war bereits das Erfolgsrezept des legendären Found-Footage-Films "Blair Witch Project" – und es wird nun auf ein Game umgelegt.

"Blair Witch" spielt 1996, zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Films. Ein kleiner Junge verschwindet im berüchtigten Black Hills Forest in der Nähe von Burkittsville, Maryland. In der Rolle von Ellis, einem ehemaligen Polizisten mit einer turbulenten Vergangenheit, heftet sich der Spieler an die Fährte des Kindes. Das Game sorgte bereits im Vorjahr auf PS4, Xbox One und PC für Schauer, jetzt ist es für Nintendo Switch erhältlich.

Hundefreund

Das Spielprinzip bleibt unverändert: Man irrt auf einer verzweifelten Suchaktion durch einen desorientierenden Wald, der schon bald mit Albtraumszenen aufwartet. Dabei gibt es kaum direkte Konfrontationen mit Gegnern, eher kontinuierliche Spannung durch die dichte Atmosphäre. Etwas Sicherheit gibt dem von einer posttraumatischen Belastungsstörung geplagten Hauptcharakter sein treuer Hund Bullet. Dieser führt quasi durch den Wald, indem er Fährten wittert und knurrt, wenn sich Gefahren in der Nähe befinden.

Die Handlung ist nicht sonderlich lang – je nach Spielweise wahrscheinlich irgendwo zwischen vier und sechs Stunden – aber sehr intensiv. Immer wieder gibt es Anspielungen auf den Film und Ausflüge in die geschundene Psyche des Protagonisten. Je nachdem wie man sich verhält, bekommt man zudem verschiedene Enden zu Gesicht. Ähnlich wie im Horror-Kollegen "Outlast" kommt auch eine Videokamera zum Einsatz. Einerseits, um im Dunkeln besser zu sehen, andererseits kann man mit dem Vor- und Zurückspulen gefundener Videobänder die Umgebung manipulieren.

So ist die Umsetzung

Und die Technik? Nun, die Hardware der Nintendo Switch ist natürlich etwas schwächer als die der anderen Konsolen. Das heißt in der Praxis: "Blair Witch" sieht in der mobilen Fassung nicht ganz so detailliert aus und bietet ein etwas verschwommenes Bild, das im Handheld-Modus aber kaum ins Gewicht fällt. Vielen Texturen und Charaktermodellen mangelt es aber merklich an Details. Problematisch wird das aber nur, wenn man Bullet im Wald aus den Augen verliert. Für das Gefühl der Isolation kann es hingegen ganz zuträglich sein.

Fazit

Klar, in detaillierter Grafik auf einem großen Fernseher im Dunkeln macht "Blair Witch" wahrscheinlich mehr Angst als auf der Nintendo Switch in der U-Bahn. Doch der Port ist dennoch gut gelungen und läuft ohne grobe Performance-Probleme. Und nachts unter der Decke im Handheld-Modus durch den dunklen Black Hills Forest zu streifen, hat doch einen gewissen Reiz.

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