Denn die "Veilchen" hatten einen Traumstart hingelegt, waren durch Manprit Sarkaria bereits in der dritten Minute in Front gegangen. Doch danach gaben die Wiener das Spiel aus der Hand, kamen die Niederösterreicher auf und in der 79. MInute zum verdienten Ausgleich durch Robert Ljubicic.
Auffällig dabei: Den violetten Kickern war in der Schlussphase - wie bereits beim 1:0-Erfolg gegen die Admira - die Luft ausgegangen. Und das, obwohl Austria-Coach Christian Ilzer gleich sieben Neue in die Startformation gebracht hatte.
Haben die Veilchen also physische Probleme? Laut Meinung des Sky-Experten und Erz-Violetten Toni Pfeffer ist die mangelnde Fitness der Spieler offensichtlich. "Wenn man sieben Spieler austauscht, muss es eine körperliche Defizite gegeben haben. Auf der Generali Arena seht groß das Motto ,Anspruch und Stil.´ Wenn St. Pölten mehr spielerische Akzente setzt, muss man sich Gedanken machen", kritisierte der ehemalige Abwehrspieler.
Doch Konditionsprobleme wollte Ilzer nicht gelten lassen. Der violette Coach verglich stattdessen die Qualifikationsgruppe mit einem Anstieg bei der Tour de France. "Wenn man nach Alpe d´Huez hinauf fährt, ist es auch nicht gut, wenn man in den ersten drei Kehren sein Pulver verschießt. Wir wollen hinten raus für den Schlusssprint genügend Substanz haben", blickte der 42-Jährige auf den dicht gedrängten Spielplan.
Von körperlichen Problemen merkte der violette Coach jedenfalls nichts. "Ich hatte nach dem Ausgleich schon das Gefühl, dass wir noch zusetzen können. Nicht zufrieden war ich mit der ersten Hälfte, wo wir eigentlich gut hineingestartet sind. Dann gab es zu viele Fehlpässe. Da gab es dann in der Kabine einiges zu Besprechen."
Trotzdem blickt der Coach bereits auf den nächsten Gegner. Am Dienstag gastiert Verfolger Altach zum Schlagerspiel in der Generali Arena. "Ich hoffe, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern."
Das forderte auch Sportdirektor Ralf Muhr nach dem 1:1-Remis. "Es ist zu wenig, wenn wir die Qualität nicht auf den Platz bringen. Es ist ärgerlich, dass wir das Spiel aus der Hand gegeben haben. Auch wenn der Kader oft gescholten wurde, gibt er her, dass wir besser Fußball spielen."