Österreich

Blauer Ärger über pinke Pickerl in Mariahilf

Heute Redaktion
13.09.2021, 16:44

Mit bunten Pickerln werben die Neos Mariahilf für die Euro Pride in Wien. Den Bezirksblauen gefällt das gar nicht, sie kritisieren die entstehenden Reinigungskosten.

Seit 1. Juni steht Wien im Zeichen der Euro Pride, am Samstag werden bis zu 500.000 Menschen bei der großen Regenbogenparade ein buntes und lautes Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz setzen.

Um dafür Werbung zu machen, sind die Neos Mariahilf im Bezirk unterwegs und bringen bunte Pickerl an Straßenlaternen und Strommasten an. Ob der "Pickerlflut" sieht der Mariahilfer FPÖ-Gemeinderat keinen Regenbogen, sondern rot: "Die Neos Mariahilf-Chefin Elisabeth Kattinger kleistert den ganzen Bezirk mit Klebern zu. Und das, obwohl der Bezirk schon jetzt pro Jahr für die Reinigung des öffentlichen Raumes, also für Schmierereien und Pickerl-Entfernung rund 50.000 Euro ausgibt", zeigt sich Leo Kohlbauer gegenüber "Heute" verärgert.

"Neos-Chefin soll für Kleber-Entfernung aufkommen"

Gerade Frau Kattinger müsse sich bewusst sein, dass dem Bezirk dadurch ein hoher finanzieller Schaden entsteht, so Kohlbauer. Für ihn dränge sich daher die Frage auf, ob es eine Anweisung der Neos an ihre Bezirksgruppen gebe, den öffentlichen Raum mit ihren Aufklebern zuzukleistern. "Warum sonst produziert man Pickerl in rauen Mengen"?

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Nun fordert Kohlbauer von der Neos-Bezirksklubchefin entweder die Aufkleber selbst zu entfernen oder dem Bezirk eine "zumindest vierstellige Summe" zur Reinigung zu spenden. (lok)