Blauwal mit durchtrennter Wirbelsäule angespült

An der Küste Kaliforniens ist ein toter Blauwal angespült worden. Meeresschützer sind tief betroffen, denn der Meeresriese starb keines natürlichen Todes.

Der knapp 19 Meter lange Kadaver eines Blauwals (Balaenoptera musculus) wurde am Montag an einem Strand nördlich von San Francisco entdeckt.

"Blauwale sind die größten Tiere der Erde und eine gefährdete Art. Zu erfahren, dass der Tod dieses Individuum durch eine Kollision mit einem Schiff herbeigeführt wurde, ist deshalb besonders tragisch", erklärt Meeresbiologin Barbie Halaska gegenüber "KTVU2 Fox".

Ein Team aus 19 Wissenschaftlern hat den Kadaver genau untersucht und dabei gleich mehrere zertrümmerte Rippen und schwere Schnittwunden am Rücken des Tieres vorgefunden. An einer Stelle war sogar die Wirbelsäule durchtrennt. Alles Anzeichen, dass der Wal von einem Schiff gerammt und überfahren wurde.

Obduktionen zur Rettung der Wale

"Das Verstehen und Dokumentieren des Ausmaßes der Verletzungen durch eine Obduktion erlaubt es uns, diese Informationen mit Entscheidungsträgern zu teilen und so vielleicht weitere Vorfälle dieser Art in Zukunft zu verhindern", so Halaska weiter.

Blauwale werden bis zu 33 Meter lang und bis zu 200 Tonnen schwer. Als das schwerste bekannte Tier der Erdgeschichte haben sie auch keine natürlichen Feinde – mit Ausnahme des Menschen.

Abseits eines Ablebens durch Altersschwäche zählen nach Angaben des Marine Mammal Centers Kollisionen mit Schiffen, oder das Verheddern in Fischernetzen zu den häufigsten Todesursachen bei den Meeresriesen. Den Forschern zufolge, ist es bereits der achte Walkadaver, der dieses Jahr in der Bay Area angeschwemmt wurde.

Erst im Februar hatte ein angespülter Blauwal an der chilenischen Küste für einen internationalen Aufschrei gesorgt. Sensationsgeile Touristen hatte den toten Meeressäuger als makabere Selfie-Location und Graffiti-Wand missbraucht – "heute.at" berichtete. (red)

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