Kanzler-Comeback von Kurz "überhaupt kein Problem"

Könnte Sebastian Kurz wieder die Regierung übernehmen? Finanzminister Blümel sieht darin "kein Problem".
Könnte Sebastian Kurz wieder die Regierung übernehmen? Finanzminister Blümel sieht darin "kein Problem".HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com (Archivbild)
Finanzminister Blümel schließt in einem Interview ein Kanzler-Comeback von Sebastian Kurz nicht aus und verrät, was ihm "schlaflose Nächte" bereitet.

In einem Interview in der nächsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht Finanzminister und ÖVP-Wien-Obmann Gernot Blümel über ein Rückkehr von Sebastian Kurz ins Bundeskanzleramt. Der langjährige Weggefährte des türkisen Frontmannes schließt ein Comeback nicht aus.

Dieses hänge aber "vom Status der zu überprüfenden Vorwürfe ab". Die zuständigen Parteigremien würden rechtzeitig vor der nächsten Wahl eine Entscheidung über den Spitzenkandidaten treffen. Blümel wörtlich: "Wenn die Verfahren bis dahin eingestellt sind, sehe ich überhaupt kein Problem."

Dass seine eigene Weste blütenweiß bleibt, ist für ihn quasi fix. In Zusammenhang mit den Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen seine eigene Person rechnet Blümel mit einer Einstellung des Verfahrens, da er wisse, "was ich gemacht habe und was nicht".

Türkis-grünes Bekenntnis 

Die Türkisen wollen die Koalition für die Dauer der Legislaturperiode fortführen: "Wir als Volkspartei wollen das Regierungsprogramm umsetzen und für Stabilität sorgen. Der Koalitionspartner kann sich trotz aller aktuellen Differenzen auf den Professionalitätsgrad der ÖVP verlassen", bekräftigt Blümel.

Schlaflose Nächte

In dem Interview verrät der Finanzminister auch, was ihm "schlaflose Nächte" bereitet. Der Chat-Skandal ist es nicht, auch sein erst Ende September geborener Sohn ist es nicht. Es ist die Inflation.

Blümel hofft darauf, "dass die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöht" und kritisiert die europäische Fiskalpolitik heftig: "Manche EU-Staaten haben so hohe Schulden, dass sie höhere Zinsen nicht stemmen können. Der Vorwurf ist nicht unberechtigt, dass die Europäische Zentralbank wegen dieser Staaten die Zinsen nicht erhöht. Das wäre aber Verrat an den Europäerinnen und Europäern."

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