Blümel Demenzpatient? ÖVP findet das "kaltschnäuzig"

FP-Klubobmann Herbert Kickl kritisierte Gernot Blümel (VP) scharf.
FP-Klubobmann Herbert Kickl kritisierte Gernot Blümel (VP) scharf.Picturedesk/ROBERT JAEGER
Tiefe Sprüche im Hohen Haus: FP-Klubobmann Herbert Kickl nannte Finanzminister Gernot Blümel einen "Demenzpatienten". Jetzt schlägt die VP zurück.

Nach der verbalen Entgleisung im Parlament sieht die türkise Gaby Schwarz nun rot: Nachdem Herbert Kickl (FPÖ) den VP-Finanzminister bei der Budgetdebatte im Nationalrat einen "Demenzpatienten genannt hatte, schlägt die Gesundheitssprecherin der Neuen Volkspartei nun in einer Aussendung zurück. Kickls Aussagen seien "ein Affront gegenüber Demenzkranken, deren Angehörigen und dem Pflege- und Betreuungspersonal". Gaby Schwarz weiter: "Seine Aussagen sind eine Respektlosigkeit gegenüber den vielen Menschen in Österreich, die an dieser schrecklichen Krankheit leiden."

Gaby Schwarz: "Wir erwarten uns eine ehrlich gemeinte Entschuldigung bei den demenzkranken Menschen in Österreich und deren Angehörigen."
VP-Gesundheitssprecherin Gaby Schwarz
VP-Gesundheitssprecherin Gaby SchwarzParlamentsdirektion/Thomas Topf

Die stellvertretende ÖVP-Klubobfrau ärgert sich auch über mangelndes Unrechtsbewusstsein: "Dass Kickl diese skandalösen Aussagen auch nach mehrfacher Aufforderung durch den Nationalratspräsidenten nicht zurückgenommen hat, zeugt von Kaltschnäuzigkeit, von mangelndem Verständnis des Parlamentarismus und vom Fehlen einer guten Kinderstube." Schwarz mahnte Kickl zur Einsicht: "Wie bedauerlich, dass er damit dem Ansehen der Politik Schaden zufügt und viele Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden, bewusst trifft. Das ist mit aller Vehemenz abzulehnen. Wir erwarten uns eine ehrlich gemeinte Entschuldigung bei den demenzkranken Menschen in Österreich und deren Angehörigen."

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