Riesen-Aufregung in Fünfhaus

Stinkbomben bei FPÖ-Wahlauftakt in Lugner City

Die FPÖ beging am Freitag ihren Wahlkampfauftakt in der Lugner City. Grünen-Kandidatin Lena Schilling wollen die Blauen zum Psychologen schicken.

Leo Stempfl
Stinkbomben bei FPÖ-Wahlauftakt in Lugner City
Beim FPÖ-Wahlkampfauftakt in der Lugner City flogen die Stinkbomben!
FPÖ

Am Freitag lud die FPÖ zu ihrem großen Wahlkampfauftakt für die EU-Wahl in eine dem Anlass entsprechende Location: die Lugner City. Für musikalische Untermalung sorgte traditionell die John-Otti-Band, für das leibliche Wohl war mit Freibier gesorgt. Als erster Redner trat kurz nach 16.30 Uhr Maximilian Krauss, Klubobmann der FPÖ im Wiener Rathaus, vor die versammelte Menge.

"Die FPÖ, die ist wieder da", sagte er gleich einleitend und zeigte sich dabei sicher, dass mit Harald Vilimsky im Juni die FPÖ erstmals bundesweit den ersten Platz erreichen wird. Nächstes Jahr soll dann der "Räuber Rathausplatz" – gemeint ist Wiens Bürgermeister Michael Ludwig – durch Dominik Nepp bezwungen werden. "Demokratisch aus dem Rathaus jagen", wie es Krauss nannte.

Stör-Aktion

Genug von der Lokalpolitik, doch auch auf EU-Ebene ist der Gemeindepolitiker alles andere als zufrieden. "Von dort geht nur noch Wahnsinn aus", alle Österreicher leiden darunter. Die Stadt Brüssel sei das beste Beispiel für dieses Versagen, dort würde gerade eine Islamisierung stattfinden. Die FPÖ hingegen sei die Einzige, die gegen diesen "Zuwanderungsfetischismus" auftrete.

An dieser Stelle schallten laute "Buh-Rufe" durch die Lugner City. Ein Stockwerk höher hatten sich Protestierende versammelt, die die Rede lauthals störten und Stinkbomben geworfen haben sollen. "Das sind die wahren Faschisten", warf ihnen Krauss entgegen.

Stinkbomben und FPÖ-Wahlkampfauftakte haben fast schon Tradition. Auch, als Heinz-Christian Strache 2010 in die Lugner City lud, wurden solche geworfen. Zusätzlich kam es zu mutmaßlicher Sabotage der Ton-Anlage.

"Irgendwelche Opas"

Natürlich ging es auch noch um die "Kalifat-Demo" vergangene Woche in Hamburg. Die Teilnehmer dort "wollen uns einen islamistischen Gottesstaat aufzwingen", in dem nur mehr die Scharia gilt, so Krauss. "Wir wollen keine Steinigungen. Weg mit diesem islamistischen Gesindel, wir brauchen es hier nicht."

Kein gutes Haar ließ er abschließend an der Konkurrenz bei der EU-Wahl. "Bei den Schwarzen und den NEOS treten irgendwelche Opas an"; Schilling "bräuchte vielleicht eher einen Psychologen, aber definitiv keinen Platz im Europäischen Parlament".

Lugner brennhaß

Gemeinsam mit Spitzenkandidat Harald Vilimsky betrat schließlich auch Gastgeber Richard Lugner die Bühne, der einige Worte über die "politischen Gegner" verlor. 1.000 Leute sollen aus dem Einkaufszentrum geworfen worden sein, Stinkbomben und Papier sei geschmissen worden. "In einer Demokratie sollte man jeden seine Meinung sagen lassen."

Vilimsky redete eingangs einige Minuten über die "grünen Vögel", besagte Gegendemonstranten und seine Konkurrenten Schieder und Brandstätter. Der ukrainische Präsident Selenski sei eine "Marionette der Amerikaner", bekannt wurde er durch Auftritte in "Lack und Leder" und sein "Pimmel-Piano".

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