Blutdrama: Iraner rastet aus

Bild: Fotolia (Symbol)

Hochbetrieb für die Exekutive in einem Haus in Amstetten: Weil sein Asylansuchen abgewiesen worden war, versuchte sich ein Iraner (27) die Pulsadern aufzuschneiden, riss sich von der alarmierten Notärztin los und wollte aus dem Fenster springen. Tage später der nächste Einsatz: Der Perser zertrümmerte ein Fenster und schlug gegen Wände.

Angst bei Anrainer und Bewohner in der Ardaggerstraße in Amstetten: Ein 27-Jähriger hatte einen negativen Asylbescheid erhalten, seitdem musste die Polizei mehrmals ausrücken. Laut "NÖN" schnitt sich der Iraner am 7. Dezember im Haus auf dem Gang im zweiten Stock die Pulsadern auf, Mitbewohner alarmierten die Polizei und Rettung. Von der Notärztin wollte er sich nicht versorgen lassen, stattdessen aus dem Fenster springen, zwei Beamte konnten ihn gerade noch fassen und die Verzweiflungstat verhindern.

Eine Woche später erneut ein Exekutiv-Einsatz: Der Iraner zuckte aus, zerschlug ein Fenster und hämmerte gegen Wände – er wurde erneut ins Klinikum nach Mauer gebracht.

Die nackte Angst vor Abschiebungen ließ in letzter Zeit bei einigen Asylwerbern die Sicherungen durchbrennen. Erst vor zwei Wochen war ein Iraner aus dem 2. Stock eines Wohnbaus in St. Pölten gesprungen.

Ein Polizist erklärt: "Wir können fast nichts machen. Einige verletzten sich selbst, landen im Spital und verschwinden nach der Entlassung aus der Klinik einfach von der Bildfläche."

Nicht bestätigt wurden indes die angeblich vielen Polizei-Einsätze rund um ein Asylheim in Mistelbach. Bezirks-Kommandant Florian Ladengruber auf "Heute"-Nachfrage: "Wir hatten vielleicht fünf oder sechs Einsätze seit März. Ich kenne die Facebook-Meldungen, der Großteil stimmt aber nicht."

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