Blutrausch im Rausch: Zehn Jahre Gefängnis

Andrzej N. (mit Anwältin Wagner) nahm das Urteil an.
Andrzej N. (mit Anwältin Wagner) nahm das Urteil an.Bild: Denise Auer
Es war eine "b'soffene G'schicht". Mittwoch (17.7) sagte Andrzej N. vor Gericht: "Ich weiß nur, dass ich im Streit was mit einem Messer gemacht habe." Sein Gegner erlitt zehn Stiche in Hals, Brust und Gesicht.
Heuer im Frühling trank Andrzej N. (34) Wasser nur dann, wenn er seine Leber überraschen wollte. Lieber ertränkte der Pole in Wien seine Sorgen (arbeitslos, drei Kinder, 20.000 Euro Schulden) in Alkohol.



Auch als er am 6. April in einem Supermarkt seinem alten Bekannten Jerzy S. (36) über den Weg lief, stießen beide mit reichlich Bier und Whiskey auf die zufällige Begegnung an.

CommentCreated with Sketch.8 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. In der Wohnung von Andrzej gab es weiteren Schnaps – und bald auch Differenzen, weil Gast Jerzy S. betrunken die Frau seines Kumpels beleidigte. Der Streit eskalierte in einem Gerangel, bei dem Andrzej N. zu einem Messer griff, das am Esstisch lag. An den Stichwunden in Gesicht, Hals und Brust wäre das Opfer fast verblutet.

Anwältin Astrid Wagner plädierte mutig auf Körperverletzung ohne Tötungsabsicht. Das Schwurgericht (Vorsitz Nina Steidl) aber entschied einstimmig: Mordversuch, zehn Jahre Gefängnis.

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