Ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften hat am Freitagabend eine sonst ruhige Wohngegend im Mühlviertel erschüttert. Eine Frau kam durch Waffengewalt ums Leben – laut einem Bericht der "Krone" deutete zunächst vieles auf Suizid hin. Doch dann nahm der Fall eine dramatische Wendung.
Kurz vor 18.45 Uhr wurde das Rote Kreuz alarmiert. Binnen Minuten trafen zahlreiche Streifen und Einsatzkräfte ein, Blaulicht tauchte die Straßen rund um ein Einfamilienhaus in grelles Licht. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt, die Ermittlungen liefen sofort an.
Was sich in den Stunden davor in dem Haus abgespielt hatte, ist derzeit noch Gegenstand intensiver Untersuchungen. Kriminalbeamte sicherten bis in die Nacht Spuren, befragten mögliche Zeugen und suchten den Tatort akribisch nach Hinweisen ab. Angaben zur Identität des Opfers sowie zu Details über einen möglichen Täter machten die Behörden vorerst nicht.
Fest steht: Die Frau starb durch Waffengewalt. Zunächst ging man offenbar von einem Suizid aus. Doch dann beschuldigte die 12-jährige Tochter ihren 43-jährigen Vater und Ehemann der Toten. Der Mann wurde in weiterer Folge festgenommen.
Viele Fragen sind weiterhin offen. Die Polizei ermittelt inzwischen auf Hochtouren, hält sich mit weiteren Informationen jedoch bedeckt.
Neben Polizei und Rettung war auch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes im Einsatz, um Betroffene zu betreuen.