Am Sonntag kam es auf der Simmeringer Hauptstraße zum tödlichen Schuss im Werbe-Shop des Iraners Yusoof A. (34). Ein 38-jähriger Landsmann war mit einer Faustfeuerwaffe in sein Geschäft gestürmt – soll Geld von ihm gefordert haben.
Dann löste sich im Gerangel ein Schuss und traf den eigentlichen Angreifer im Bauchbereich – das sagte der nach zwei Stunden langer Flucht gefasste Schütze im Polizeiverhör aus – wir berichteten. Das angeschossene Opfer starb im Spital. Gegen die Freundin des 38-Jährigen, die alles mitangesehen haben soll, wird nun wegen Erpressung ermittelt.
Nach der vermeintlichen Notwehr-Wende im Fall wurde mit Spannung erwartet, ob die Justiz den Argumenten des Festgenommenen folgen würde. Doch dem ist nicht so: Am Donnerstag verhängte ein Richter nun über Yusoof A. die U-Haft – die Mordermittlungen gehen weiter. " Wir ermitteln aber in alle Richtungen", so die Staatsanwaltschaft, die Notwehr-Version ist noch nicht vom Tisch.
Die zentrale Frage, die hierfür zu klären wäre: Wie weit war der Schütze vom Getroffenen entfernt? Darüber könnte auch das Obduktionsergebnis Auskunft geben, das noch "dürfte noch wochenlang dauern", hieß es. Die Unschuldsvermutung gilt.