Tobias Rausch (35) ist der erste AfD-Politiker, der in Deutschland das Amt eines Landtagspräsidenten bekleidet. Doch der Münchner Autobauer BMW hat offenbar kein Interesse daran, ihm einen Dienstwagen zu stellen.
Dem Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt steht von Amts wegen ein Dienstwagen mit Fahrer zu. Rausch nutzt derzeit noch das Fahrzeug seines CDU-Vorgängers Gunnar Schellenberger – einen BMW 7er mit bereits über 50.000 Kilometern auf dem Tacho.
Wie es auf n-tv unter Berufung auf die Wochenzeitung "Zeit" heißt, habe der Konzern seit der Wahl des AfD-Politikers kein neues Angebot mehr für einen Dienstwagen vorgelegt. BMW selbst wollte sich nicht äußern und teilte lediglich mit, man kommentiere "grundsätzlich keine Kundenbeziehungen".
Der aktuelle Leasingvertrag für den 7er endet im November. Danach muss die Landesverwaltung einen Ersatz beschaffen. Pikant: BMW stellt derzeit den Großteil der Dienstwagen im Landtag – und war offenbar auch der einzige namhafte deutsche Hersteller, der überhaupt ein Angebot gemacht hatte.
Der Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt als "gesichert rechtsextrem" ein. Bei der Wahl zum Landtagspräsidenten erhielt Rausch 48 Ja-Stimmen – mehr, als AfD und BSW zusammen Sitze haben. Er bekam also auch Stimmen aus anderen Fraktionen.