Bodenfahrzeug krachte in AUA-Flugzeug

Wegen einer beschädigten Fokker 100 am Salzburger Flughafen hat die AUA am gestrigen Samstag zwei Flüge streichen müssen. Ein Bodenfahrzeug soll mit der Fokker-Maschine kollidiert sein und dabei die Flugzeugzelle beschädigt haben - wo dies passiert sei, ist jedoch unklar.

Ein AUA-Sprecher sagte, dass ein Ersatzflugzeug aus Wien nach Salzburg geschickt worden sei, um die weiteren Flüge bedienen zu können. Dies berichtete das Luftfahrtmagazin "Austrian Wings" auf seiner Internetseite. Es habe sich um einen im Auftrag von Lufthansa durchführten Flug nach Frankfurt sowie den Rückflug (LH 1103/1104) gehandelt. Jeweils 70 Passagiere seien auf den beiden Flügen gebucht gewesen.

Die beschädigte Fokker 100 hat laut AUA-Sprecher Peter Hödl eine Delle am Rumpf aufgewiesen. Die Delle hatte einen Durchmesser von 3,5 Zentimeter und eine Tiefe von einem Millimeter, wie Hödl erklärte. Ein Sprecher des Salzburger Flughafens schloss als Ursache des Schadens eine Kollision mit einem Bodenfahrzeug am Airport Salzburg aus. Wo der Unfall passierte, ist unklar.

"Keine Kollision in der Luft"  

"Wir wissen nicht, woher die Delle stammt", sagte Hödl. "In der Luft ist keine Kollision passiert. Die wahrscheinlichste Ursache ist die Kollision mit einem Bodenfahrzeug." An welchem Flughafen der Zusammenstoß stattgefunden habe, wisse man derzeit nicht, erklärte Hödl. Für ihn kommen drei bis vier Flughäfen infrage, an denen die Maschine in den vergangenen Tagen gelandet ist.

Der Flugzeughersteller wurde über den Schaden in Kenntnis gesetzt. Man habe die Mitteilung erhalten, dass die Fokker bis zur Reparatur weiterfliegen könne, erklärte Hödl. "Die Sicherheit steht an oberster Stelle", betonte der AUA-Sprecher. Solche Dellen wie jene an der Fokker würden bei Routineinspektionen öfters festgestellt. Seinen Informationen zufolge habe ein Techniker der AUA die Delle entdeckt. Der Schaden werde repariert, dann erst werde das Flugzeug wieder eingesetzt, sagte Hödl.

Pilot soll Schaden entdeckt haben  

Dem Sprecher des Flughafens Salzburg, Alexander Klaus, lagen anderslautende Informationen vor. Demnach habe der Pilot der Maschine den Schaden an der Flugzeugzelle bei einem routinemäßigen Kontrollgang um das Flugzeug bemerkt. "Das war für ihn Grund genug, dass er die Maschine am Boden stehen lässt", erklärte Klaus. "Es ist definitiv ausgeschlossen, dass das Flugzeug am Salzburger Flughafen mit einem Bodenfahrzeug kollidiert ist." Die Fokker 100 war laut Klaus am Samstag um 10.02 Uhr in Salzburg gelandet.

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