Boliden für 2022: So sieht die Zukunft der Formel 1 aus

So sehen die neuen Formel-1-Boliden aus.
So sehen die neuen Formel-1-Boliden aus.Twitter
Ab der kommenden Saison startet die Formel 1 in eine neue Ära. Schon vor dem Grand Prix von Großbritannien gab es erste Einblicke. 

Rechte-Inhaber "Liberty" und der Motorsport-Weltverband FIA stellten am Donnerstag in Silverstone die neuen Boliden der Motorsport-"Königsklasse" vor. Denn mit der Regel-Revolution verändert sich auch die Optik der Autos. 

"Gemacht, um am Limit zu fahren"

Schon bei der Vorstellung des ersten Prototypen werden die Veränderungen augenscheinlich. Die neue flache Nase sowie die auffällig großen Endplatten stechen sofort ins Auge. Auch die Heckflügel werden neu designt. 

"Die neuen Autos sind gemacht, um am Limit zu fahren", erklärte Formel-1-Boss Stefano Domenicalli. Der Italiener ist davon überzeugt, dass es wieder spannendere Rennen geben wird. 

Freilich arbeiten alle zehn Teams bereits an den Autos für die kommende Saison. Gut möglich also, dass der eine oder andere Rennstall seine Boliden anders gestalten wird. "Wir werden untersuchen, welche Lösungen die Teams erarbeiten. Aber wir glauben, dass das Racing im Laufe der Zeit besser werden wird", meinte FIA-Techniker Nikolas Tombazis. Und Formel-1-Cheftechniker Pat Symonds ergänzte: "Diese Reise haben wir 2017 begonnen. Deshalb haben wir mehr Zeit investiert als für jedes andere Reglement." 

Autos werden langsamer

Mit dem neuen Reglement soll vor allem eines erreicht werden: die Schere zwischen den großen und den kleineren Teams soll geschlossen werden, Überholmanöver sollen wieder einfacher werden. Deshalb werden die Boliden erst einmal eingebremst. Um rund 3,5 Sekunden. Auch, weil das Gewicht um 16 Kilo auf 768 Kilo angehoben wird. Dafür sind auch die neuen 18-Zoll-Reifen, die die 13-Zöller ersetzen, verantwortlich.

Gleichzeitig reduziert sich der Abtrieb um 20 Prozent. So verliert etwa ein hinterherfahrendes Auto bei drei Wagenlängen Abstand zum Vordermann nur noch sechs Prozent an Abtrieb. Aktuell sind es 32 Prozent. 

"Wir wollten Rennautos, mit denen die Piloten gut attackieren können. Wir wollen, dass das Feld zusammenrückt und dass die Autos aufregend ausschauen. Wir wollen auch Autos, die nicht ständig Teile verlieren. Diese Autos werden robuster sein", versprach Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn. 

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