Bolsonaro als Brasiliens neuer Präsident vereidigt

In Brasilien ist am Neujahrstag der neue, rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro vereidigt worden. Die Opposition boykottierte die Veranstaltung.

Der 63-jährige Jair Bolsonaro, der im Oktober vergangenen Jahres zum brasilianischen Präsidenten gewählt wurde, hat am Neujahrstag den Amtseid abgelegt. Die Opposition bleib der Veranstaltung fern.

Bolsonaro rief bei seiner Vereidigung im Parlament in Brasilia zum Kampf gegen Korruption, Kriminalität und "linke Ideologie" auf und kündigte eine radikale Abkehr von der bisherigen Politik an. Brasilien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, die Verwaltung ist von wuchernder Korruption gelähmt.

Lobt immer wieder Militärdiktatur

Der ehemalige Armeeoffizier Bolsonaro lobt öfters der brasilianischen Militärdiktatur und drohte politischen Gegnern mit Gewalt und Mord. Zudem gab er immer wieder rassistische und homophobe Äußerungen von sich.

Er kündigte zudem eine Lockerung der Waffengesetze an, was die ohnehin horrende Mordrate im Land in die Höhe schnellen lassen könnte, befürchten Kritiker.

Die Ideologie des neuen Staatschefs wird als "Bala, Boi e Biblia" (Kugel, Vieh, Bibel) beschrieben. Evangelikale Christen, nationalistische Militärs und die neoliberale Wirtschaftselite unterstützten seinen Wahlkampf. (hos)

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