Weil ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden muss, räumt RTL sein Sendezentrum. Die Folge: Das TV-Programm muss kurzfristig angepasst werden.
Am Mittwochabend war im Rhein auf Höhe des Rheinparks in Köln-Deutz eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe entdeckt worden. Noch am Donnerstag soll der Blindgänger entschärft werden. Dafür richtet die Stadt einen Evakuierungsradius von 400 Metern rund um den Fundort ein.
Von der Evakuierung betroffen ist auch das Sendezentrum von RTL und ntv. Wie der Sender mitteilte, wird die Nachrichtensendung "RTL Aktuell" deshalb am Abend nicht wie gewohnt aus Köln, sondern aus dem Hauptstadtstudio in Berlin ausgestrahlt.
Die Mittagsendung "Punkt 12" konnte nach aktuellem Stand zunächst wie geplant auf Sendung bleiben. Bis 15 Uhr sollte die Live-Ausgabe regulär aus Köln gesendet werden, ehe auch dort die Evakuierungsmaßnahmen greifen.
Neben dem RTL-Sendezentrum müssen zahlreiche Anwohner und Betriebe den Gefahrenbereich verlassen. Erst wenn die Evakuierung vollständig abgeschlossen ist, können die Experten mit der Entschärfung der Bombe beginnen.
Die Stadt Köln informiert laufend über den Stand der Maßnahmen. Wie lange die Sperrungen andauern und wann die Bombe entschärft werden kann, hängt davon ab, wie schnell das Gebiet vollständig geräumt wird.
Für RTL ist der außergewöhnliche Einsatz jedenfalls mit einer kurzfristigen Programmänderung verbunden – ausgelöst durch ein Kriegsrelikt, das mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch immer den Alltag einer Millionenstadt beeinflusst.