Bombe in Keller war für Ottakring-Mord gedacht

Im Kellerabteil eines Hauses mit der Adresse Erdbergstraße 103 in Wien-Landstraße ist am Freitag kurz nach 18.00 Uhr eine Art Bombe entdeckt worden. Laut Polizei wurde der Entminungsdienst alarmiert und die Umgebung großräumig abgesperrt. Das Gebäude, in dem keine Institutionen residieren, die einen Terroranschlag vermuten lassen könnten, wurde evakuiert.

vom Jänner geht es Schlag auf Schlag. Im Kellerabteil eines Hauses mit der Adresse Erdbergstraße 103 in Wien-Landstraße ist am Freitag kurz nach 18.00 Uhr eine Rohrbombe entdeckt worden. Einer der drei Mordverdächtigen hatte die Bombe gelegt, die eine große Polizeiaktion und Evakuierungen ausgelöst hatte. Die Rohrbombe hätte eigentlich beim Mord in Ottakring gezündet werden sollen.

Kurz nachdem einer der drei Verdächtigen im Verhör gegenüber der Polizei erwähnt hatte, dass er die Bombe im Keller deponiert habe, wurde der Entminungsdienst alarmiert und die Umgebung großräumig abgesperrt. Der festgenommene 34-jährige Kristijan H., der den Mord in Ottakring als Haupttäter gestanden hat, gab an, dass statt der Handgranate ursprünglich die Rohrbombe bei der Bluttat zum Einsatz hätte kommen sollen. Das Gebäude wurde evakuiert, rund 60 Wohnungen waren betroffen. Der gefährliche Gegenstand stellte sich letztendlich als Rohrbombe heraus.

Der Entminungsdienst ging in der Wohnhausanlage mit äußerster Vorsicht vor: "Sie scannen Meter um Meter", sagte Polizeisprecherin Barbara Riehs. Die Spezialisten konnten den gefährlichen Gegenstand nicht vor Ort entschärfen, er wurde gegen 19.30 Uhr abtransportiert und danach in Traiskirchen in Niederösterreich kontrolliert entschärft und untersucht.

Kriminalisten klären Herkunft der Bombe

Sperren wurden für den Verkehr eingerichtet und Evakuierungen durchgeführt. Es handelte sich um einen groß angelegten Einsatz mit "umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen", so die Polizei. "Die Erdbergstraße, die Lechnerstraße, der Fiakerplatz und umliegende Gassen warden für Personen und Fahrzeugverkehr gesperrt", sagte Riehs. Solange, bis nach dem Abtransport der Rohrbombe keine unmittelbare Gefahr mehr bestand.

Die Rohrbombe aus einem Stahlrohr, Sprengstoff und Kappen war selbst hergestellt. Ob sie von dem Verdächtigen eigenhändig gebastelt worden war, konnte sie nicht sagen. Dieser habe jedenfalls einen Bezug zu dem Wohnhaus. Die Kriminalabteilung hat das Kellerabteil entsprechend untersucht, nachdem die Bombe entfernt worden war. Laut Staatsanwaltschaft wurden die Verdächtigen am Samstag in die Justizanstalt Josefstadt überstellt - sie werden laufend einvernommen.

. Ein Zeuge hörte die Explosion in der Odoakergasse und verständigte die Polizei. Die Beamten fanden in einem BMW einen toten Oberösterreicher mit bosnischen Wurzeln auf der Fahrerseite sowie einen schwerverletzten Deutschen am Beifahrersitz. Der Deutsche starb kurze Zeit später. Am Donnerstag erfolgten drei Festnahmen.

Bei Mattighofen (Bezirk Braunau) klickten für den Serben Dejan V. (29) die Handschellen auf offener Straße. Ein Geschwisterpaar, ein 34 Jahre alter Mann aus der Umgebung der Stadt Salzburg und eine 42 Jahre alte Frau aus Wien, wurde kurz darauf in einer McDonalds-Filiale in Eugendorf (Flachgau) festgenommen. Renata und Kristijan H. sind laut den Ermittlern österreichische Staatsbürger mit kroatischen Wurzeln. Der 34-Jährige gab zu, die Schüsse abgegeben und die Granate gezündet zu haben. Dejan V. wurde durch die Explosion verletzt.

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