"Borderlands: Legendary Collection": Groß und großartig

Mindestens 40 Gigabyte müssen Spieler auf der Nintendo Switch für die "Borderlands: Legendary Collection" freischaufeln - mehr, als die Konsole ohne Speichererweiterung überhaupt bietet. Das zahlt sich aber aus.

32 Gigabyte Speicherplatz stehen intern auf einer Nintendo Switch zur Verfügung, wenn keine Speicherweriterungs-Karte verwendet wird. Neben dem Switch-Betriebssystem bleiben da noch rund 26 Gigybyte an Platz für Spiele übrig. 2K stellt die Kapazitäten der Nintendo-Hybridkonsole nun mit seinen drei Sammlungen auf die Platz-Probe. Während die "XCOM 2 Collection" mit rund 24 Gigabyte auskommt, braucht "Bioshock: The Collection" bereits rund 31 Gigabyte und die "Borderlands: Legendary Collection" gar bis zu 49 Gigabyte an Speicherplatz.

Zwingend muss allerdings keine Speicherweiterungskarte her, wenn man "Borderlands" auf der Switch zocken will. Die drei enthaltenen Games "Borderlands Game of the Year Edition", "Borderlands 2 The Handsome Collection" und "Borderlands: The Pre-Sequel" sind einzeln herunterladbar und gehen sich mit 15, 22 und 12 Gigabyte auch im Switch-Speicher aus. Als Besitzer der physischen Version muss man übrigens auch viel herunterladen, denn auf der Spielkarte ist nur der erste Teil drauf.

Alle Inhalte, neue Steuerung

Alle drei "Borderlands"-Titel kommen mit sämlichen zusätzlichen Inhalten wie "The Zombie Island of Dr. Ned" für "Borderlands", "Captain Scarlett and Her Pirate’s Booty" für "Borderlands 2" oder "Lady Hammerlock the Baroness" für "Borderlands: The Pre-Sequel" daher. "Borderlands 3" allerdings fehlt. Gleichzeitig scheint es jene der drei 2K-Switch-Sammlungen zu sein, die technisch beim Wechsel auf die Nintendo-Konsole den größten Sprung hinlegt.

Deutlich wird dies bei der Steuerung. Während sich etwa die "BioShock"-Titel durch die klassische Stick-Steuerung auf der Switch etwas ungenau steuern, wurde der "Borderlands"-Sammlung eine optionale und bei der Empfindlichkeit nachjustierbare Bewegungssteuerung spendiert. Damit hat man nun die Wahl, alle drei Games komplett neuartig zu steuern: Auto-Aiming wird dabei zwar abgestellt, dafür kann die Kamera mit den Joy-Con genauer postiert werden. Nach einer Eingewöhnungsphase funktioniert das auch schneller und präziser als die klassische Steuerung.

Gleichmäßige Performance

Nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, aber nicht weniger bewunderswert ist die Angleichung von Bildrate (30 Bilder pro Sekunde), Grafik (1.080p) und Gameplay über alle drei "Borderlands"-Games. Ladezeiten sind alle extrem kurz gehalten, grafisch sehen die drei Spiele wie aus einem Guss aus und beeindrucken vor allem im Handheld-Modus und beim Zocken sind keine Ruckler zu erkennen. Einzig wenn allzu viele Explosionen und Figuren am Bildschirm auftauchen, sind einzelne Grafik-Fehler erkennbar - trotzdem ist auch das gewaltigste Gefecht komplett ruckelfrei.

Schade ist, dass nur zwei der drei Titel das Sichtfeld einstellen lassen - bei "Borderlands 2" scheint diese Anpassung nicht auf. Dafür kann zu zweit lokal und zu viert online geballert werden. Was dabei überraschend und großartig ist: Es können sich auch je zwei lokale Koop-Spieler zu einem Online-Viererteam zusammenschließen. Eine solche Funktion findet sich bisher noch kaum bei Switch-Spielen und macht die "Borderlands"-Sammlung neben dem ohnehin schon tollen Einzelspieler-Erlebnis zu einem grandiosen Multiplayer-Titel.

Groß und großartig

Wer keine Speicherkarte besitzt, kann die gesamte Sammlung leider nicht auf seiner Switch-Konsole unterbringen und muss die einzelnen Teile nach und nach zocken. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, denn wir an der "Borderlands"-Sammlung für die Switch auszusetzen haben. Schön zu sehen ist, dass die Entwickler sich nicht darauf beschränkt haben, die drei Teile einfach auf die Switch zu klatschen, sondern die Möglichkeiten der Bewegungssteuerung super ausnutzen.

"Borderlands: Legendary Collection" ist nicht nur eine unfassbar wahnsinnige und starke Loot-Shooter-Sammlung für die Switch, sondern auch ein Vorzeigeprojekt, wie man große AAA-Games richtig auf die Nintendo Switch portiert. Bleibt zu hoffen, dass weitere Entwickler und Publisher diesem Paradebeispiel folgen und große Klassiker auch für die Nintendo Switch verfügbar machen werden. 

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