Böse Games machen keine bösen Menschen

Eine neue Studie zeigt, dass Erwachsene, die zwei Monate lang jeden Tag ein brutales Game spielten, deswegen nicht aggressiver wurden.

Waffengewalt, Raubüberfälle, Folter – "Grand Theft Auto" ist kein Spiel für zarte Gemüter. Der Vorwurf, dass solche Games ein gewalttätiges Verhalten fördern, stimmt laut einer Studie mit dem Titel "Does playing violent video games cause aggression?" (Machen brutale Videospiele aggressiv?) jedoch nicht.

Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) untersuchten erstmals, ob das Spielen von solchen Titeln über einen längeren Zeitraum auf den Menschen Auswirkungen hat.

Klares Ergebnis

Für die Studie wurden 90 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren in drei Gruppen aufgeteilt. Ein Drittel spielte dabei täglich eine halbe Stunde "Grand Theft Auto", während die anderen entweder ein harmloses Game ("Die Sims 3") oder gar nichts spielten.

Die Teilnehmer wurden vor Beginn und nach zwei Monaten mit Fragebögen und verschiedenen Tests auf Faktoren wie Aggression und Sozialkompetenz untersucht. Das Ergebnis: Die Wissenschaftler konnten bei der "Grand Theft Auto"-Gruppe keine negativen Effekte ausmachen.

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Studienleiterin Simone Kühn vom UKE sagte laut einer Mitteilung: "Der in der Öffentlichkeit oft angeführte negative Einfluss von Gewalt-Videospielen auf das Verhalten der Spielerinnen und Spieler lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen. In unserer Studie konnten wir keine signifikanten oder relevanten Verhaltensänderungen der erwachsenen Probanden feststellen."

Die Autoren räumen aber ein, dass nun weitere Untersuchungen nötig seien. So soll erforscht werden, ob diese Ergebnisse auch auf das Verhalten von computerspielenden Kindern oder Jugendlichen übertragen werden können.

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(swe)

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