Politik

"Brachial" – Kogler teilt gegen "türkise Gruppe" aus

Vizekanzler Werner Kogler hofft darauf, dass es eine Impfpflicht "bald nicht mehr brauchen" werde. Und er teilt gegen Ex-Kanzler Sebastian Kurz aus.
Rene Findenig
08.01.2022, 13:06

Werner Kogler wäre froh, "wenn wir das Gesetz zur Impfplicht bald nicht mehr brauchen", verriet der grüne Vizekanzler am Samstag im Interview mit dem "profil". Jedenfalls sehe er Änderungen beim angedachten Gesetz notwendig, man werde "neue Erkenntnisse in der Schutzwirkung einpreisen müssen". Überraschend setzte es auch Kritik am Koalitionspartner, wenn auch nur in Teilen: Kogler zielte dabei vor allem auf den zurückgetretenen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ab.

„"Diese ganz kleine türkise Gruppe, die gleichermaßen smart wie brachial vorging, ist über sich selbst gestürzt"“

"Diese ganz kleine türkise Gruppe, die gleichermaßen smart wie brachial vorging, ist über sich selbst gestürzt. Aber die Umstände, die dazu geführt haben, wären ohne uns nicht so schnell ans Licht gekommen", sah Kogler auch einen grünen Erfolg im Kanzler-Rücktritt. Stolz sei er außerdem auf die getroffenen Maßnahmen beim Klimaschutz, die grüne Regierungsbeteiligung habe sich jedenfalls bewährt.

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„"Unterscheiden zwischen dem, was von türkis gesagt wird und dem was wirklich passiert"“

In Sachen Asylpolitik nahm der Vizekanzler etwas den Wind aus den Segeln: Man müsse "unterscheiden zwischen dem, was von türkis gesagt wird und dem was wirklich passiert." Der Regierungspartner habe damit recht, dass Österreich zu den drei EU-Ländern gehöre, die "seit Jahren am meisten Asylanträge entgegennehmen". Und dann ließ der Vizekanzler auch noch mit einem Wahl-Sager aufhorchen: Man sei für Wahlen gerüstet, die "Bedingungen wären günstig", so Kogler.