Toter bei Explosion in Haus: Es war Brandstiftung

Dramatische Wendung: Der Brand in der Wiener Laskegasse – bei der folgenden Explosion starb eine Person, drei wurden verletzt – war kein Unfall.

Am Freitag gegen 0.45 Uhr riss eine plötzliche Detonation in Wien-Meidling die Bewohner eines Mehrparteienhauses in der Laskegasse aus dem Schlaf. Das dadurch ausgebrochene Feuer sprang schnell auf weitere Gebäudeteile über, die Feuerwehr musste zu einem Großeinsatz ausrücken. Traurige Bilanz: eine Person starb, drei Mieter wurden verletzt – "Heute" berichtete.

Sofort nach Beendigung der Löscharbeiten rückten die Brandermittler der Wiener Polizei an. Obwohl die Ermittlungen Freitagvormittag noch andauerten war rasch klar: Der Brand war kein Unfall! Laut Polizei soll das Feuer "in selbstmörderischer Absicht" gelegt worden sein. In weiterer Folge kam es zu einer Explosion in der brennenden Wohnung, dabei starb auch die lebensmüde Person.

Strenge Informationspolitik bei Selbstmorden

Weitere Details will Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen des Opfers nicht preisgeben. Bei Selbstmorden gelten aus Pietätsgründen zu Recht besonders strenge Regeln bezüglich Informationen zu Personen und Tathergängen.

Video: Großaufgebot der Wiener Berufsfeuerwehr und Rettungsdienste in der Laskegasse



Alarmstufe zwei, 78 Mann im Einsatz


Die Wiener Berufsfeuerwehr war von 0.45 Uhr bis 5 Uhr früh mit bis zu 78 Mann und 20 Fahrzeugen im Einsatz, Alarmstufe zwei wurde ausgerufen. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten das Wohnhaus nach Opfern, brachten sie mit Fluchtfiltermasken ins Freie. Dort wurden sie von der Wiener Berufsrettung – sie war mit dem Katastrophenzug und mehreren Teams im Einsatz – notfallmedizinisch erstversorgt. Drei Verletzte mussten mit verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden. (ck)

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