Nach dem Brandanschlag auf ein noch nicht bezogenes Asylheim in Altenfelden am Mittwoch, versammelten sich am Sonntag zwischen 350 (Polizei) und 1.000 (Veranstalter) Menschen, um gegen die Tat zu protestieren. Mit dabei hatten sie selbstgebastelte Schilder. Für Hinweise die zur Ergreifung des Täters beitragen wurden 5.000 Euro ausgelobt.
Nach dem am Mittwoch, versammelten sich am Sonntag zwischen 350 (Polizei) und 1.000 (Veranstalter) Menschen, um gegen die Tat zu protestieren. Mit dabei hatten sie selbstgebastelte Schilder. Für Hinweise die zur Ergreifung des Täters beitragen wurden 5.000 Euro ausgelobt.
Unter dem Motto "Stellen wir ihrem Hass unsere Solidarität entgegen!" kamen am Sonntag Hunderte Menschen zur . Die Demonstration verlief friedlich. Mit dabei war die Sozialistische Jugend, der grüne Umweltlandesrat Rudi Anschober und Soziallandesrat Reinhold Entholzer (SP). Auch der Bürgermeister und Bezirkspolitiker demonstrierten mit den Anrainern vor der Ruine des Asylheims.
Anschober fordert Sitzung des Landessicherheitsrats
"Ich habe den Antrag auf eine Sitzung des oberösterreichischen Landessicherheitsrats eingebracht. Dabei wird ein Antrag auf Erarbeitung und Umsetzung eines Maßnahmenpakets gegen Rechtsextremismus eingebracht, und, zumindest ist das genauso wichtig, eine Aufklärungsinitiative auf Facebook", kündigte Anschober an. Man dürfe dieser Hetze nicht untätig gegenüberstehen.
Raufen sich SPÖ und FPÖ zusammen?
Die Installierung des Landessicherheitsrats ist bisher an der Uneinigkeit von FPÖ und SPÖ gescheitert. Streitpunkt war, ob und welche Experten als Berater herangezogen werden sollen. Die FPÖ fordert in dieser Sache Einstimmigkeit. Die SPÖ hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Landeshauptmann Josef Pühringer kündigte an, dass er im Fall einer Einigung den Sicherheitsrat demnächst einberufen werde. "Wunder" dürfe man sich vom Gremium aber nicht erwarten, so Pühringer.
Belohnung für Hinweise zu Täterschaft
Die Polizei hat eine achtköpfige Sonderkommission zusammengestellt. Für sachdienliche Hinweise auf die Täterschaft wurden 5.000 Euro ausgelobt. Die Polizei ermittelt laut "orf.at" auch in der rechten Szene. Die Ermittler haben noch keine konkrete Spur, auch wenn bereits viele Hinweise eingelangt sind.
Altenfeldens Bürgermeister Klaus Gattringer rief die Bewohner zur Mäßigung auf: "Und ich will von niemandem - auch nicht nach ein paar Bier - hören, dass der Brandstifter Recht gehabt hat. Angst muss man vor jemandem haben, der so etwas tut, nicht vor denen, die kommen." Er hatte mit Entsetzen auf den Fall von Brandstiftung reagiert: "Wo leben wir, dass man etwas anzündet, nur weil man nicht einverstanden ist?"