Niederösterreich

Brandstifter in Lilienfeld! Sechs Brände in einer Nacht

In der Nacht auf Montag brannte es in Lilienfeld gleich sechs Mal. Die Feuerwehr eilte von einem Einsatz zum nächsten, die Polizei ermittelt. 
21.03.2022, 09:02

Am späten Sonntagabend heulten kurz vor 22 Uhr bei mehreren Feuerwehren des Bezirks Lilienfeld die Sirenen, Grund dafür war ein "Geschäftsbrand B3" in Lilienfeld beim Billa. Acht Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen und insgesamt 96 Mitglieder rückten daraufhin innerhalb weniger Minuten zu Einsatz aus. Noch während dieses Einsatzes gab es im Ortsbereich Lilienfeld noch weitere fünf Brandereignisse.

Brände bei Schulen

Beim Billa wurde ein Brand im Bereich der Lüftungsanlage festgestellt. Unter Einsatz von mehreren Atemschutztrupps konnte der Brand rasch genauer lokalisiert und gelöscht werden. Die größte Herausforderung war jedoch die Entrauchung des gesamten Geschäftslokales die mit Überdruckbelüftern gemeistert werden konnte. Wie sich im Zuge des Einsatzes herausstellte ging der Brand von einer Lichtkuppel, nicht weit entfernt von der Lüftungsanlage, aus. Wie diese in Brand geraten konnte wird nun von den Brandursachenermittlern geklärt werden müssen.

Dass es sich um Brandstiftung handelt, lag allerdings bald auf der Hand. Denn kurz nachdem Brandaus gegeben werden konnte, kam schon der nächste Alarm. Neben der Volksschule Lilienfeld brannte ein Müllbehälter. Der Brand wurde vom dort wohnhaften Schulwart mit einfachsten Mitteln in Schach gehalten, bis die Feuerwehr löschen konnte. Auch eine "Heute"-Zeitungstasche wurde dort angezündet.

Kurz darauf brannte es dann bei der Landesberufsschule. Von einem Müllbehälter drohten die Flammen auf die Fassade der Berufsschule überzugreifen. Die Feuerwehr konnte das verhindern. Kurz darauf brannte es dann aber auch im Innenhof der Schule, Schüler im Internattrakt hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr mit Schreien aufmerksam gemacht. Ob alle Brände in Zusammenhang stehen ermittelt nun die Polizei, der Verdacht der Brandstiftung liegt mehr als nahe. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand.

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