Mord, Brandstiftung, Betrug - 3 Frauen in Haft

An mehreren Bauernhöfen (im Bild in Umberg) legte die Verdächtige Brände. Nun wird sie auch des Mordes verdächtigt.
An mehreren Bauernhöfen (im Bild in Umberg) legte die Verdächtige Brände. Nun wird sie auch des Mordes verdächtigt.Bild: Freiwillige Feuerwehr Rosegg

Eine 43-jährige Ungarin soll im Auftrag einer 47-jährigen Villacherin einen Mord sowie mehrere Brandstiftungen begangen haben. Die 47-Jährige hatte einen "okkulten Kreis" um sich aufgebaut.

Die 43-jährige gebürtige Ungarin wird verdächtigt, seit Anfang November insgesamt drei Brände in der Gegend um Umberg gelegt zu haben. Die Frau wurde am Sonntag zunächst vorläufig festgenommen. Am Dienstag teilte die Polizei in Kärnten mit, dass die Frau auch einen Mord in Villach gestand.

Am 19. Oktober wurde eine Pensionistin in einer Eigentumswohnung in Villach aufgefunden, ihre Leiche war zu diesem Zeitpunkt schon stark verwest. Eine Obduktion ergab, dass die Frau erdrosselt wurde. "Sie starb durch eine massive Gewalteinwirkung gegen den Hals", sagte der Leiter des Landeskriminalamtes Kärnten, Gottlieb Türk, bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Die Polizei hielt den Fall geheim, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Bei der Täterin dürfte es sich offenbar um die 43-jährige mutmaßliche Brandstifterin von Umberg. Den Mord beging sie offenbar im Auftag einer 47-Jährigen aus dem Bezirk Villach-Land. Zusammen mit einer 61-Jährigen aus Villach als Dritter im Bunde erschlichen sich die Frauen mit erfundenen Krankheiten, Arzt- oder Anwaltsrechnungen von mindestens zehn Opfern Zahlungen in Gesamthöhe von einer Million Euro.

"Okkulter, sektenähnlicher Kreis"

Die drei Frauen und auch ihre Betrugsopfer, allesamt ältere Frauen, bewegten sich laut Türk in einem "okkulten, sektenähnlichen Kreis" und befanden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zur 47-jährigen "Anführerin". Das Motiv für den Mord war Habgier, heißt es von der Polizei.

Motiv dürfte sein, dass das Opfer ihr Testament, in dem die 47-Jährige zuvor als Alleinerbin eingesetzt war, wieder umändern wollte und auch einen Teil ihres Geldes zurückfordern wollte. Die Ungarin gab auch die Brandstiftungen im Auftrag der 47-Jährigen zu.





Der Bericht zur Brandstiftung.

Die Polizei hatte in Umberg nach den ersten Brandstiftungen zivile und uniformierte Kräfte stationiert, die schließlich die Verdächtige ausforschen konnten. Bei den Brandstiftungen wurde niemand verletzt.

(red)

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