Die Ärztin Virginia Soares de Souza soll in den letzten 25 Jahren bis zu 300 Patienten der Intensivstation eines Spitals im brasilianischen Curitiba ermordet haben. Der 56-jährigen Chefärztin sollen drei weitere Ärzte und eine Krankenschwester unterstützend zur Hand gegangen sein.
Die Ärztin Virginia Soares de Souza soll in den letzten 25 Jahren bis zu 300 Patienten der Intensivstation eines Spitals im brasilianischen Curitiba ermordet haben. Der 56-jährigen Chefärztin sollen drei weitere Ärzte und drei Krankenschwester unterstützend zur Hand gegangen sein. Die Morde beging sie, um auf der Intensivstation "aufzuräumen".
Anfangs wurden Virginia Soares de Souza lediglich sieben Morde zur Last gelegt. Im vergangenen Monat wurde sie mit sieben Mitangeklagten festgenommen. Das brasilianischen Gesundheitsministerium ordnete weitreichende Ermittlungen über alle Todesfälle auf der Intensivstation des Krankenhauses an. Nun sind 300 weitere Verdachtsfälle aufgetaucht. 1.700 Todesfälle auf der Intensivstation werden noch untersucht.
Ließ Patienten ersticken
Die Methode der mutmasslichen Serienmörderin war immer dieselbe: Sie und ihr Team verabreichten den Patienten auf der Intensivstation des Spitals ein Muskelrelaxanz. Dann senkten sie den Sauerstoffgehalt der automatischen Atemunterstützung, was zum Erstickungstod des Patienten führte. Die 56-Jährige soll laut Anklage getötet haben, um "Platz zu schaffen". Auch ihr verstorbener Ehemann soll zu den Opfern gehören.
Auf Tonbändern soll sie von ihrer gottgleichen Macht über Leben und Tod gesprochen haben. Sollte sich die Zahl 300 beweisen lassen, würde die Ärztin zum zweifelhaften Ruhm gelangen, der schlimmste Serienkiller der Kriminalgeschichte zu sein.