Brennstäbe von Fukushima werden nun geborgen

Auch Jahre nach der Katastrophe verursacht die Atomruine von Fukushima Probleme. (Archivbild)
Auch Jahre nach der Katastrophe verursacht die Atomruine von Fukushima Probleme. (Archivbild)Bild: EPA
Sechs Jahre nach der Atom-Katastrophe in Fukushima beginnt der Betreiber endlich damit, die radioaktiven Brennstäbe zu entsorgen.

Mehr als sechs Jahre nach der Katastrophe vom 11. März 2011, als es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi nach einem Tsunami zur Kernschmelze kam, sollen die radioaktiven Brennstäbe geborgen werden.

Laut dem Betreiber Tokyo Electric Power Company (Tepco) wird seit Sonntag ein Kran auf dem Dach vom Reaktorblock 3 aufgebaut, mit dem im kommenden Jahr 566 Brennstäbe aus dem Abklingbecken geborgen und entsorgt werden sollen. Als Start der Aktion wird April 2018 angegeben.

Nach Kernschmelze nicht gesäubert

Das Unternehmen hat bereits die Brennstäbe aus Reaktor 4 geborgen, der zum Zeitpunkt der Katastrophe allerdings nicht aktiv war. Die drei Reaktoren, in denen es damals zur Kernschmelze kam, wurden bisher nur abgeschirmt, aber nicht gesäubert.

Die Katastrophe von Fukushima war 2011 der schlimmste Unfall in einem Kernkraftwerk seit Tschernobyl im Jahr 1986. Erdbeben und Tsunami-Wellen fügten der Anlage große Schäden zu – Explosionen und Überschwemmungen ließen die Lage eskalieren. In drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Das Gebiet ist unbewohnbar, Krebserkrankungen nahmen zu. Die Aufräumarbeiten sollen bis zu 40 Jahre dauern.

(lu)

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