Brexit - "heute.at" erklärt die wichtigsten Eckpunkte

Bild: Reuters

Am Donnerstag entscheidet Großbritannien über einen Verbleib in der Europäischen Union. Bei einem Sieg der "Brexit"-Befürworter beim Referendum ist das Vereinigte Königreich nicht länger Teil der EU. Sollten sich die "Brexit"-Gegner durchsetzen, dann bleibt man der Union erhalten. "heute.at" erklärt die wichtigsten Begriffe und Eckpunkte.

Am Donnerstag entscheidet Großbritannien über einen Verbleib in der Europäischen Union. Bei einem Sieg der "Brexit"-Befürworter beim Referendum ist das Vereinigte Königreich nicht länger Teil der EU. Sollten sich die "Brexit"-Gegner durchsetzen, dann bleibt man der Union erhalten. "heute.at" erklärt die wichtigsten Begriffe und Eckpunkte.


Was bedeutet Brexit? - Der Begriff "Brexit" setzt sich aus den beiden Wörtern "Britain" und "exit" (engl. für Ausgang) zusammen, und beschreibt das mögliche Ausscheiden Großbritanniens aus der EU. Erstmals wurde das Wort "Brexit" im Juni 2012 im Wirtschaftsmagazin "Economist" verwendet.
Was bedeutet Bremain? - Das Kunstwort "Bremain", bestehend aus "Britain" und "remain" (engl. für dabeibleiben), beschreibt das Lager der "Brexit"-Gegner, also jenen Menschen, die sich für einen Verbleib in der EU stark machen.
Seit wann ist Großbritannien in der EU? Das Vereinigte Königreich, bestehend aus den vier Teilen England, Wales, Schottland und Nordirland, ist seit 1973 Mitglied in der Europäische Union, die damals noch unter dem Namen Europäische Wirtschaftsgemeimschaft bekannt war. Seit damals gab es immer kritische Stimmen, die in der Ära Thatcher einen Höhepunkt fanden.
Warum stimmen die Briten ab? Premierminister David Cameron, durch das Erstarken der UK Independence Party (UKIP) unter Druck gesetzt, kündigte im Februar 2016 das EU-Referendum an, bei dem am 23. Juni über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU abgestimmt werden soll.
Dürfen das die Briten überhaupt? Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 ist es Mitgliedsländern möglich, freiwillig aus der EU auszutreten. Im Artikel 50 ist das lange im Ungewissen gehaltene Prozedere geregelt. Jeder Mitgliedstaat kann also im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der EU auszutreten.
Was für Folgen hätte ein Brexit? Die genauen politischen und vor allem wirtschaftlichen Folgen eines "Brexit" sind noch nicht absehbar. Die EU hätte auf einen Schlag rund 64,5 Millionen Einwohner weniger, die für ein nominales BIP von über 3.000 Milliarden US-Dollar verantwortlich sind.
Was wäre der worst case? Schwarzmaler befürchten, dass ein "Yes" zum Austritt eine Kettenreaktion innerhalb der EU auslösen könnte, die auch Länder wie Frankreich und Italien ihre Rolle in der europäische Staatengemeinschaft überdenken lassen könnte. Das würde nach sich ziehen, dass Investoren auf ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekulieren. Eine gefährliche Spirale, die aufgrund deutlich höherer Risikoaufschläge für Staatsanleihen Länder in Südeuropa wieder in Bedrängnis bringen würde.


 

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