Brigittenau-Mord: 4 Tage mit Bauchstich unterwegs

Bild: Helmut Graf

Laut Aussage seines Anwalts ist der Verdächtige Igor M. mehrere Tage lang mit einem Bauchstich unterwegs gewesen. Nach der Festnahme des Tatverdächtigen nach der Bluttat in Wien-Brigittenau hat der 33-Jährige gemeint, er hätte sich gewehrt, weil ihn seine Freundin mit einem Messer attackiert haben soll. Die 20-Jährige wurde am Donnerstag tot in der Wohnung von M. aufgefunden. Bis 5. März bleibt M. in der U-Haft.

hat der 33-Jährige gemeint, er hätte sich gewehrt, weil ihn seine Freundin mit einem Messer attackiert haben soll. Die 20-Jährige wurde am Donnerstag tot in der Wohnung von M. aufgefunden. Bis 5. März bleibt M. in der U-Haft.

Laut dem Bericht der ORF-Sendung "Wien Heute" wies der 33-Jährige jede Schuld von sich. Die Frau hätte ihn plötzlich mit einem Messer attackiert, er sei daraufhin bewusstlos zusammengebrochen. Die Polizei konnte dies nicht bestätigen. "Die Gutachten werden in diesem Verfahren eine entscheidende Rolle spielen", so der Anwalt des Verdächtigen, Igor M. (33).

"Mein Mandant kann sich nicht erinnern. Erst die Erkenntnisse der Sachverständigen zu Entstehung und Art der Verletzungen werden Aufschlüsse über den tatsächlichen Tathergang zulassen", so Jurist Franz Karl Juraczka. Als er wieder wach wurde, sei Tatjana R. blutüberströmt neben ihm gelegen.

"Er sagt, er hat sie weggestoßen und das Messer weggeworfen. Ich nehme an, dass er es sich aus dem Bauch gezogen hat", so der Anwalt. Zudem sagte er in der Einvernahme, dass die Beziehung zur 20-jährigen Niederösterreicherin intakt gewesen sei. Bisher gingen die Ermittler davon aus, dass die beiden getrennt waren.

Verletzungen deuten auf heftigen Kampf hin

Den Kriminalisten war es bereits gelungen, den genauen Tathergang zu rekonstruieren und nachzuweisen, dass Igor M. zur Tatzeit am Tatort anwesend war. Die Frau war offenbar mehrfach mit einem Messer attackiert worden. Die zahlreichen Abwehrverletzungen an den Armen des 20-jährigen Opfers deuteten auf einen heftigen Kampf hin.

Nun wurde klar, dass das Opfer dem Täter bei diesem Kampf ebenfalls eine Stichwunde im Bereich des Bauchraumes zugefügt hatte. Der Tatverdächtige wies tatsächlich eine Stichverletzung auf, was den Verdacht der Ermittler erhärtete. "Mein Mandant hat viel Blut verloren" betonte sein Anwalt.

Verdächtiger stellte sich mit Anwalt

Nachdem ein internationaler Haftbefehl ausgestellt worden war, wurde dem Verdächtigen der Fahndungsdruck offenbar zu viel. Sein Vater in Serbien redete ihm gut zu und brachte seinen Sohn dazu, dass er sich am Montag um 12.05 Uhr im Beisein seines Anwaltes den Kriminalisten stellte.
Die blutüberströmte Leiche von Tatjana R. aus Neulengbach ist am vergangenen Donnerstag in der Wohnung des Tatverdächtigen gefunden worden. Die junge Frau wollte am Dienstag zu dem 33-Jährigen nach Wien fahren. Als sie am Mittwoch nicht an ihrem Arbeitsplatz aufgetaucht war, meldeten die Eltern die junge Frau als vermisst.

Nach einem Hinweis aus dem Freundeskreis, dass sich R. in der Wohnung ihres Ex-Freundes in der Treustraße aufhalten könnte, hatten Beamte der Sondereinheit WEGA die Tür aufgebrochen und die Leiche der Frau im Wohnzimmer gefunden.

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