Rückblick zum Großen Preis von Abi Dhabi 2021: Max Verstappen sicherte sich in einem dramatischen Rennfinale seinen ersten Weltmeistertitel, überholte erst in der letzten Runde den eigentlich überlegen Führenden Lewis Hamilton. Zuvor hatte Williams-Pilot Nicholas Latifi eine Safety-Car-Phase ausgelöst, so rückte das Feld wieder zusammen.
Rennleiter Michael Masi geriet danach schwer in die Kritik. Der Australier hatte nämlich bloß den zwischen Hamilton und Verstappen liegenden überrundeten Autos das Zurückrunden erlaubt. Und in derselben Runde das Safety Car wieder in die Box geholt, um noch eine freie letzte Rennrunde zu ermöglichen. Zwar attestierte die FIA dem Rennleiter später, dass er nichts falsch gemacht habe, trotzdem wurde Masi abgesetzt.
Nun, über sechs Monate nach dem dramatischen Saisonfinale, löste Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber der "Gazzetta dello Sport" ein kleines Beben in der Formel 1 aus. Denn der Teamchef sprach erstmals von einem "Fehler", den Masi gemacht habe. Bisher standen die Bullen auf dem Standpunkt, dass alles regelkonform abgelaufen sei. "Es war falsch, dass Masi nicht zugelassen hat, dass sich alle überrundeten Autos wieder einreihen konnten. Es gab drei Autos, die hinter dem Safety Car geblieben sind", schilderte Horner weiter.
Gleichzeitig unterstrich Horner: "Das war der einzige Fehler, den Masi gemacht hat." Und damit ist für den obersten Bullen-Boss auch klar, dass es an Verstappens erstem WM-Titel nichts zu rütteln gibt.
Mercedes legte damals gegen die Wertung des Rennens sogar Protest ein, blitzte damit jedoch ab. Und Hamilton ließ die Fortsetzung seiner Rennkarriere wochenlang offen. Mittlerweile wurde das Reglement nachgeschärft, nun müssen sich "all cars", also "alle Autos" zurückrunden, vorher war von "any cars", eine wesentlich ungenauere Formulierung, die Rede.