Fussball

Brisante Statistik: Austria geht zu oft Luft aus!

Die Wiener Austria bekommt die meisten ihrer Gegentore in der Schlussphase. Die "Veilchen" gehen zu oft blau, Coach Christian Ilzer widerspricht.
09.06.2020, 08:46

Erster gegen Zweiter! Austria gegen Altach ist heute das Spitzenspiel in der Quali-Gruppe. „Wir müssen uns steigern“, stellt Coach Christian Ilzer klar. Vor allem muss die Austria die vielen Gegentore im Finish abstellen. Ein Blick in die „Heute“-Datenbank zeigt: Die "Veilchen" gehen zu oft blau! Zwölf Gegentore fingen Madl und Co. in der Schluss-Viertelstunde, nur vier Treffer schossen sie selbst.

Gleich 20 der 37 Gegentore fielen in den letzten 30 Minuten. Wo liegt das Problem? Clubikone und Sky-Experte Toni Pfeffer ortete zuletzt "körperliche Defizite". Ilzer widerspricht, er sieht aber Luft nach oben beim Kreieren von Chancen: "Da wollen wir mehr sehen – eine spielerische Steigerung." Ilzer tauschte zuletzt sieben Spieler in der Startelf aus, kündigt auch für heute wieder Rotation an. "Wir gehen den Weg weiter, wollen die Spieler frisch halten.“ Am besten bis zur letzten Spielminute.

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Die Austria kassiert zu viele Tore im Finish.
Heute-Grafik

"Heute"-Experte Peter Pacult: "Austria-Rotation macht keinen Sinn"

"Zwei Spiele, vier Punkte: Die Neustart-Bilanz der Austria ist auf den ersten Blick nicht schlecht. Näher betrachtet, geben die Auftritte aber Grund zur Sorge. Toni Pfeffer stellte zuletzt sogar ein körperliches Problem fest. Dazu sage ich: Die Statistik lügt nicht! Wenn man zum Schluss die meisten Tore erhält, spielt der körperliche Zustand natürlich eine Rolle – neben fehlender Qualität und Unkonzentriertheit. Wer müde ist, wird unkonzentriert und macht Fehler. Top-Fitness war und ist die Voraussetzung, um erfolgreich zu spielen. In meiner Zeit als Rapid-Trainer waren wir das Team mit den am meisten erzielten Toren im Finish. Kein Zufall."

Peter Pacult kritisiert Austria-Coach Ilzer für seine Aufstellung.
gepa-pictures.com

"Um erfolgreich zu sein, braucht es auch ein eingespieltes Team. Da sehe ich das nächste Austria-Problem: Die Rotation. Nach nur einem Spiel macht sie keinen Sinn. Im Gegenteil: Durch zu viele Wechsel kommt Unruhe in eine Mannschaft, entwickelt sich kein Gefüge, kein Rhythmus. Zwei, drei Spieler tauschen, okay, aber nicht sieben. Und es ist auch nicht notwendig. Die aktuelle Belastung ist für einen fitten Profi bewältigbar. Möglich aber, dass Trainer, die nicht selbst gespielt haben, schwerer erkennen, wie ein Team wirklich funktioniert. Ernst Baumeister hat auf höchstem Niveau gespielt. Es ist gut für den heimischen Fußball, dass er wieder bei der Admira ist. Und es ist ein Zeichen, dass seine Generation nicht zum alten Eisen gehört."