Briten-Premier öffnet bald Pubs und Biergärten

Premierminister Boris Johnson will sich bald ein Bier im Lokal gönnen.
Premierminister Boris Johnson will sich bald ein Bier im Lokal gönnen.SCOTT HEPPELL / AFP / picturedesk.com
Ab nächster Woche kehrt etwas mehr Normalität in die Leben der Engländerinnen und Engländer zurück.

Die britische Regierung lässt dank fortschreitender Corona-Impfungen und sinkender Fallzahlen in England etwas die Zügel locker. Bars, Außenbereiche von Restaurants, Fitnessstudios, für den täglichen Bedarf nicht zwingend notwendige Geschäfte wie Buchläden sowie Friseur- und Schönheitssalons dürften ab dem 12. April wieder öffnen, bestätigte Premierminister Boris Johnson am Ostermontag. Er selbst wolle an diesem Tag ein Bier im Biergarten trinken. Aufgehoben würden dann auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Zoos und Autokinos könnten ihren Betrieb ebenfalls wieder aufnehmen. Erst vor vier Wochen waren die Schulen in England wieder geöffnet worden. Schottland, Wales und Nordirland wählen einen etwas anderen Weg aus dem Shutdown.

"Wir gaben den Fahrplan vor und wir halten uns dran", sagte Johnson im Hinblick auf die vorab vorgestellte Regierungsstrategie für den allmählichen Ausstieg aus dem seit drei Monaten andauernden Shutdown. Zugleich warnte der Premier vor Selbstgefälligkeit. "Wir können die Wellen der Krankheit sehen, die andere Länder heimgesucht haben, und wir haben gesehen, wie diese Geschichte sich abspielt."

Höchste Sterberate Europas

Großbritannien hat seit Beginn der Pandemie fast 127.000 Tote mit dem Coronavirus gemeldet – die höchste Sterberate in Europa. Im aktuellen Shutdown sind die Fallzahlen auf der Insel stark gesunken, was auf das hohe Impftempo zurückgeführt wird. Mehr als 31 Millionen Menschen haben schon die erste Dosis eines Vakzins erhalten, also sechs von zehn Erwachsenen.

Bis Juli strebt die Regierung an, allen Erwachsenen mindestens eine Dosis verabreicht zu haben. Zudem sollen fast alle Bewohner sich routinemäßig zwei Mal die Woche auf das Coronavirus testen lassen, wie Johnson ankündigte. Das solle helfen, neue Ausbrüche schon in den Anfängen zu stoppen, "damit wir wieder die Menschen treffen können, die wir lieben und machen können, was uns Freude bereitet".

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