Bruchpilot kracht mit Segelflieger in Baumkrone

Bild: BFV Liezen/Schlüsslmayr

Ein Mann stürzte am Samstag beim Landeanflug in der Obersteiermark mit seinem Segelflugzeug ab und blieb kopfüber in einem Baum hängen. Um ihn zu retten, mussten die Feuerwehrleute mitten im Wald auf den Baum kraxeln.

In der Nähe des obersteirischen Flugplatzes Niederöblarn im Bezirk Liezen streife das Segelflugzeug am Samstag zu Mittag, gegen 12.30 Uhr, beim Landeanflug einen Baum und blieb in luftiger Höhe hängen. Starke Windböen haten den 66-jährigen Piloten beim Landen vom Kurs abgetrieben. Die einsitzige Maschine krachte in einen Baumwipfel und blieb kopfüber im Geäst hängen. Der Pilot saß hilflos in etwa zwölf Metern Höhe fest.

Die Bergung des Grazers gestaltete sich wegen der dicht stehenden Bäume schwierig. Ein Retter musste mit Seilsicherung zum Wrack hochklettern, um eine erste Sichtung der Verhältnisse vorzunehmen. Die Freiwilligen Feuerwehren Niederöblarn, Stein an der Enns und Liezen sowie Polizei, Rotes Kreuz, der am Flugplatz stationierte Christophorus 14-Hubschrauber des ÖAMTC und ein ziviler Lkw mit Kran wurden alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten den Piloten in einer einstündigen Rettungsaktion aus seiner Lage befreien: Nachdem er mit Seilen ausreichend gegen einen Absturz gesichert worden war, wurde er aus seinen Gurten geschnitten und vom Rettungskorb des Lkw-Kranes aufgenommen. Anschließend barg die Feuerwehr unter Zuhilfenahme zweier Lkw-Kräne das Segelflugzeug. Laut Pilot ist der Schaden am Flugzeug erheblich, die Maschine aber reparabel.

Der Grazer konnte unverletzt geborgen werden, wie Landespolizeidirektion und Bezirksfeuerwehrverband mitteilten. Er hatte selbst den Notruf abgesetzt.

APA/red.

  

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