Bruder sollte heim: Frau drohte Spital mit Bombe

Die Angeklagte in Wr. Neustadt vor Gericht.
Die Angeklagte in Wr. Neustadt vor Gericht.Bild: Joachim Lielacher, salpa
Weil sie (25) gewollt hatte, dass der Bruder (19) früher mit der Arbeit aufhören kann, drohte eine 25-Jährige dem Mürzzuschlager Spital mit einer Bombe. Jetzt musste die Frau vor Gericht.
13 Rettungswagen, zwei Notärzte, großer Polizeieinsatz und 65 Patienten sowie rund 140 Bedienstete hatten am Nikolotag 2018 das Spital in Mürzzuschlag (Stmk.) verlassen müssen ("Heute" berichtete) – und das alles nur, weil eine 25-Jährige wollte, dass ihr Bruder (19) früher Dienstschluss hat.

Die junge Frau suchte am 6. Dezember gegen 14.30 Uhr eine Telefonzelle auf, rief im Klinikum an und meinte. „I hob a Bombn vasteckt, am liebsten würd i ollas evakuieren lassen." Ein Großeinsatz war die Folge. Bereits kurz nach dem Alarm schrieb der 19-jährige Bruder eine SMS an die 25-Jährige: „Was hast Du da gemacht?"

Anruferin weinte hemmungslos

Die Frau wurde ausgeforscht, verhaftet, nach kurzer Haft ("Heute" berichtete) aber freigelassen, am Dienstag stand sie in Wr. Neustadt wegen gefährlicher Drohung vor Gericht. Die sichtlich nervöse Angeklagte weinte hemmungslos, meinte: „Es war so dumm, es war ein spontaner Scherz, als ich dann den Großeinsatz sah, bekam ich Panik. Es tut mir sehr leid."

Der Richter glaubte vor allem den spontanen Scherz nicht: „Da suchen Sie sich eine Telefonzelle?" Das Urteil für die 25-Jährige am Landesgericht Wiener Neustadt: 14 Monate bedingte Haft (nicht rechtskräftig).

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