Niederösterreich

Brüder bekommen seit 14 Jahren jede Woche Enzymersatz

Balint und Bulcsu Velich leiden an einem seltenen Gendefekt. Zum 700. Mal besuchten sie jetzt das Landesklinikum Mödling für ihre Therapie.
02.03.2021, 12:47

Als erste Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde in Österreich hat das Landesklinikum Mödling bereits im Jahr 2004 mit der Enzymersatztherapie bei Mukopolysaccharidosen (MPS) begonnen. Die Krankheit greift den Stoffwechsel an, Skelett, Haut und Nervensystem leiden. Durch die Therapie kann geholfen werden. Die jugendlichen Brüder Velich erhielten Ende Februar 2021 nun jeweils die bereits 700. Gabe dieser Therapie.

Jede Woche, seit 14 Jahren

"Seit knapp 14 Jahren erhalten die beiden Patientengeschwister Bálint und Bulcsú Velich wöchentlich eine Enzymersatztherapie. Beide leiden unter einem unheilbaren Gendefekt. Die wöchentliche venöse Gabe der Enzyme ist lebensnotwendig", erklärt Erwin Hauser, Abteilungsvorstand für Kinder- und Jugendheilkunde im Landesklinikum Mödling.

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Durchgeführt und begleitet wird die Therapie von diplomiertem Pflegepersonal. Zudem erhalten die Patienten während des wöchentlichen Aufenthaltes Physiotherapieeinheiten. "Diese mittlerweile überall übliche Therapieform wird am Landesklinikum Mödling seit 17 Jahren erfolgreich durchgeführt. Derzeit werden an der Abteilung vier jugendliche Patientinnen und Patienten wöchentlich betreut", so der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling Johann Pidlich.