Brunei führt Todesstrafe für Homosexuelle ein

Hassanal Bolkiah (r.), der Sultan von Brunei, gilt als einer der reichsten Männer der Welt.
Hassanal Bolkiah (r.), der Sultan von Brunei, gilt als einer der reichsten Männer der Welt.Bild: picturedesk.com

Das Sultanat Brunei auf der Insel Borneo hat die Todesstrafe für Homosexuelle eingeführt. Homosexuelle Partner sollen künftig zu Tode gesteinigt werden, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Das autoritär regierte Sultanat Brunei auf der südostasiatischen Insel Borneo verschärft seine brutalen Gesetze gegen Homosexualität. Diese war auch bisher nach dem strengen Scharia-Gesetz bereits verboten, ab sofort steht darauf allerdings die Todesstrafe.

Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1984 gilt in dem kleinen Inselstaat, dessen Herrscher dank der reichen Ölvorkommen einer der reichsten Menschen der Welt ist, das vom Koran abgeleitete islamische Scharia-Gesetz. Dieses gilt allerdings nur für die muslimische Bevölkerung. Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind katholisch.

Barbarische Strafen für geringe Vergehen

Verschärft werden dem neuen Gesetz zufolge auch die Strafen für Diebstahl. Ein Ersttäter muss künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amputation des linken Beins.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte heute den "sofortigen Stopp" der neuen Regeln. Die geplanten Strafen seien "grausam und unmenschlich". Einvernehmlicher Sex gleichgeschlechtlicher Paare dürfe gar nicht als Straftat eingeordnet werden.

(hos)

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