Österreich

Bruststich-Opfer schleppte sich zur Polizei und starb

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:55

Ein Mann türkischer Abstammung (52) verstarb am Dienstagabend nach einem Bruststich in Folge eines Streits in der Jägerstraße auf dem Weg ins Spital. Er hatte sich vorher noch aus eigener Kraft zu einer nahe gelegenen Polizeiinspektion geschleppt. Wenige Stunden nach der Tat stellte sich der 18-jährige Tatverdächtige.

Laut Angaben der Polizei läutete der Mann, der laut Ehefrau einkaufen gegangen war, kurz nach 19 Uhr zu Hause an. Über die Gegensprechanlage berichtete er seiner Frau, dass er von einem Bekannten angegriffen worden sei. Diese riet ihm, zur Polizeiinspektion in der Pappenheimgasse zu gehen. Möglicherweise hat das Paar die Verletzungen unterschätzt.

Der Schwerverletzte schleppte sich also mit letzter Kraft zur Polizeistation. Dort brach er jedoch wortlos zusammen. Polizisten riefen die Rettung, doch der Schwerverletzte verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Familienfehde eskalierte

Um 22.50 Uhr stellte sich der mutmaßliche Täter. Wie Polizei-Sprecher Christoph Pölzl gegenüber "heute.at" bestätigte, begab sich dieser selbst in die Inspektion Hermann-Bahr-Gasse in Floridsdorf und brachte auch das vermutlich bei der Tat verwendete Klappmesser mit neun Zentimeter langer Klinge mit.

Der Streit zwischen den Familien vom Opfer und des Tatverdächtigen - beide sind österreichische Staatsbürger türkischer Herkunft - schwelt schon länger. In der Jägerstraße nahe des Hannovermarkts war die Auseinandersetzung diesmal eskaliert.

Der Tatverdächtige zeigte sich prinzipiell geständig, die genauen Hintergründe der Tat werden noch geklärt. Eine Obduktion wurde angeordnet.

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