Brutale Frauen-Gang nach Taxler-Überfall verurteilt

Bild: Hertel Sabine

Nach einem brutalen Überfall auf einen Wiener Taxifahrer sind am Montag drei junge Frauen im Straflandesgericht rechtskräftig zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.

sind am Montag drei junge Frauen im Straflandesgericht rechtskräftig zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Die drei beschäftigungslosen Täterinnen im Alter zwischen 20 und 21 Jahren hatten am 23. Oktober 2012 nach einem feuchtfröhlichen Kartenspiel einen Überfall beschlossen, weil sie kein Geld hatten, um ihre Träume zu verwirklichen.

Dabei kamen sie auf die Idee, einen Taxifahrer zu überfallen. Gesagt, getan: Am frühen Morgen stiegen sie in Simmering in den Wagen eines 54-jährigen Taxifahrers.

Mit Makeup zum Überfall

Vor dem Überfall hatten sie sich noch extra "aufgetusst", indem sie reichlich Make Up auftrugen und die Lippen stark schminkten. Der Taxler vor Gericht: "Ich sah die drei Mädels. Die waren gut angezogen, super Frauen". Seine Fahrgäste hätten auch "gut gerochen, sie waren gut parfümiert".

Mit Hundeleine gewürgt

Seine gute Stimmung verflog allerdings, als plötzlich die direkt hinter ihm sitzende junge Frau einen Hundeleine um seinen Kopf schlang und mit aller Gewalt zuzog. Die Beifahrerin forderte "Geld, Geld, Geld!"Als sich der Mann zur Wehr setzte und sich zu befreien versuchte, zückte die rechts hinter ihm Sitzende ein Messer mit einer Klingenlänge von 21 Zentimeter und stach ihm dieses fünf Mal in Schulter und Oberarm. Dann liefen die Frauen ohne Beute davon.

Geld zum Shoppen

Wäre ihnen Bargeld in die Hände gefallen, hätte sie "einkaufen gehen wollen", sagte nun eine der Angeklagten, die optisch einander sehr ähnlich sahen und vermutlich regelmäßige Besucherinnen des Volksgartens oder der Passage sein dürften.

Diejenige, die zugestochen hatte, wurde wegen versuchten schweren Raubes zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Frau mit der Hundeleine bekam drei, die Beifahrerin zweieinhalb Jahre Haft. Der Taxler erhielt 900 Euro Schmerzensgeld und 300 Euro Verdienstentgang zugesprochen.

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