Am Sonntag fand eine Nachbarin ein schwer verletztes Vergewaltigungsopfer nach einem Zeltfest im Bezirk Bregenz. Die Polizei ermittelte die ganze Woche und konnte den mutmaßlichen Täter jetzt ausfindig machen. Der Verdächtigte ist erst 16 und gestand die brutale Tat, nach der das Opfer notoperiert werden musste.
nach einem Zeltfest im Bezirk Bregenz. Die Polizei ermittelte die ganze Woche und konnte den mutmaßlichen Täter jetzt ausfindig machen. Der Verdächtigte ist erst 16 und gestand die brutale Tat, nach der das Opfer notoperiert werden musste.
20 Beamte suchten tagelang nach dem Vergewaltiger und befragten mehr als 70 Personen aus Gaißau und Umgebung. Durch die intensive Medienberichterstattung meldeten sich schließlich zwei Zeugen bei der Poizei, die hilfreiche Hinweise auf einen Jugendlichen geben konnten, mit dem das Opfer gesehen wurde. Die Ermittler befragten den verdächtigen 16-Jährigen aus dem Vorarlberger Unterland, der bis dahin völlig unbescholten war.
Erst sei Sex einvernehmlich gewesen, dann begannen die beiden zu streiten
Den Teenager hatten die Polizisten bereits als Zeugen befragt, da war er aber nicht als Verdächtiger aufgefallen. Am Freitag wurde der Teenager abermaligs einvernommen und gestand schließlich. Er erzählte, es sei zwischen ihm und seinem späteren 20-jährigen Opfer erst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen. Dann begann die Lage zu eskalieren, weil der Jugendliche und die junge Frau miteinander stritten.
Notoperation: Verletztungen im Gesicht und Unterleib
Für die Frau endete die Nacht nur 300 Meter vom Zeltfest entfernt mit schweren Verletzungen im Gesicht sowie im Unterleibsbereich. Eine Stunde nach der Tat fand eine Nachbarin die schwer Verletzte. Sie musste notoperiert werden, ihr Zustand ist aber inzwischen stabil. Sie kann sich an nichts erinnern.
Der 16-Jährige hatte nach der Tat die Flucht ergriffen, war dabei jedoch von Zeugen gesehen worden. Der mutmaßliche Täter gab an, von seiner eigenen Tat schockiert zu sein. Er sei betrunken gewesen, gab er bei der Einvernahme an. Der Jugendliche wird wegen Vergewaltigung angezeigt und noch im Laufe des Tages in die Justizanstalt Feldkirch überstellt. Die Ermittlungen seien damit noch nicht abgeschlossen, teilten Wachter und Schlosser mit. Anhand von DNA- und toxikologischen Untersuchungen würden nun die Angaben geprüft. "Wir gehen aber davon aus, dass die Sachbeweise das Geständnis bestätigen werden."
APA/red.