Ukraine

Bub (11) flüchtet allein – jetzt trifft er seine Mutter

Der elfjährige Hassan hat mit seiner Flucht aus der Ukraine in die Slowakei für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt ist es zu einem Happy End gekommen.
20 Minuten
18.03.2022, 08:55

Ganz allein hat ein elfjähriger Bub aus der Ukraine die Grenze zur Slowakei überquert – ausgerüstet nur mit einer Plastiktüte, seinem Reisepass und einer auf seine Hand gekritzelten Telefonnummer. "Er kam aus Saporischschja, seine Eltern mussten in der Ukraine bleiben", sagte die slowakische Polizeisprecherin Denisa Bardyova am 6. März der Nachrichtenagentur AFP.

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Nun ist Hassan, wie der Elfjährige heißt, wieder mit seiner Mutter vereint. Das berichtet die "Dailymail". Die Familie bedankt sich "von Herzen bei allen", die ihr geholfen haben. Für die Familie ist es bereits der zweite Krieg, den sich erleben muss. Sie war vor mehreren Jahren bereits vor dem Krieg in Syrien geflohen. Die Mutter des Elfjährigen hatte die Flucht in die Slowakei nicht antreten können. Dies, weil sie ihre eigene Mutter pflegen musste, die wegen ihres Gesundheitszustands nicht in der Lage war, die beschwerliche Reise anzutreten. Also schickte sie Hassan allein los.

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Die Familie hat alles verloren

Nun haben auch die Mutter und die Großmutter des Elfjährigen die Flucht aus der Ukraine geschafft. Die Zugfahrt aus der Ukraine sei "sehr schwierig" gewesen, aber "wir mussten fliehen, damit unsere Familie wieder zusammen sein kann", so die Mutter. Sie müssten nun wieder ganz von vorne anfangen: "Wir haben alles verloren, was wir hatten, aber wir sind gesund."

Hassan fuhr mit mehreren Zügen in Richtung Westen bis zur slowakischen Grenze, wo er von Beamten entdeckt wurde, die von seinem "Lächeln, seiner Furchtlosigkeit und Entschlossenheit, die eines wahren Helden würdig sind", beeindruckt waren. Sie halfen ihm, die andere Seite der Grenze zu überqueren, wo seine Verwandten angerufen wurden. In einem Beitrag auf Facebook, in dem Hassans Reise beschrieben wird, heißt es: "Freiwillige Helfer kümmerten sich um ihn, hielten ihn warm und versorgten ihn mit Essen und Trinken, das sie für die Weiterreise einpackten."

"In Ihrem kleinen Land leben Menschen mit großen Herzen"

Auf Facebook teilt die Mutter in einem Clip mit: "Ich bin Witwe und habe noch mehrere Kinder. Ich möchte dem slowakischen Zoll und den Freiwilligen danken, die sich um meinen Sohn gekümmert und ihm geholfen haben, die Grenze zu überqueren. Ich bin dankbar, dass Sie das Leben meines Kindes gerettet haben. In der Nähe meiner Stadt befindet sich ein Atomkraftwerk, auf das die Russen schießen. Ich konnte meine Mutter nicht verlassen, sie kann sich nicht allein bewegen. In Ihrem kleinen Land leben Menschen mit einem großen Herzen."

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