Bub (14) tot: Starkregen löste den Steinschlag aus

Ein 13-jähriger Bub wurde beim Zustieg zur Eisriesenwelt von einem Steinschlag getötet.
Ein 13-jähriger Bub wurde beim Zustieg zur Eisriesenwelt von einem Steinschlag getötet.Land Salzburg/Melanie Hutter
Beim Zustieg zur Eisriesenwelt in Werfen ist ein 14-Jähriger durch einen Steinschlag getötet worden. Die Ursache dürfte starker Regen gewesen sein.

Vor der Eisriesenwelt in Werfen (Pongau) wurde ein 14-jähriger Bub von einem Steinschlag getötet. Ein weiterer Jugendlicher im Alter von 16 Jahren wurde schwer verletzt, "Heute" berichtete. 

Der Vorfall ereignete sich laut Betriebsleiter Franz Reinstadler gegen 11:30 Uhr. Alpinpolizei und Bergrettung sind derzeit im Großeinsatz. Die Eisriesenwelt und der Zugang wurden gesperrt. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich rund 200 Besucher in der Eishöhle. Sie wurden evakuiert.

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Der 14-Jährige mit iranischen Wurzeln war mit seinen Eltern von der Bergstation der Seilbahn zum Höhleneingang unterwegs. Nach der Fahrt mit der Seilbahn sind es noch etwa 20 Minuten bis zur Eisriesenwelt. Im oberen Bereich,  auf rund 1.600 Metern Seehöhe dürfte es zu dem Unglück gekommen sein. Ein rund 30-Zentimeter-großer Stein habe den Buben kurz vor dem Höhleneingang an der Brust getroffen, erklärte der Betriebsleiter der Seilbahn, Michael Rieder. 

Schwere Regenfälle am Samstag führten zum Unglück

Der Geologe Gerald Valentin hat die Lage bereits begutachtet. "Zirka 400 Meter oberhalb der Unglücksstelle hat sich ein Brocken mit rund zwei Kubikmeter gelöst. Ursache dafür waren die schweren Regenfälle am Samstag. Es hat nichts mit dem Klimawandel zu tun und hängt auch nicht mit dem Felssturz der Bärenschützklamm zusammen", erklärt der Geologe gegenüber "Heute".

"Mit der Zeit hat sich hier zwischen dem Berg und einem etwa zwei Kubikmeter großen Fels eine Kluft gebildet. Diese Kluft füllte sich mit Erde und Wasser. Durch den hydrostatischen Druck hat sich heute Vormittag der Fels dann gelöst. Es war großes Pech! Er fiel und riss auf dem Weg nach unten noch Material mit, zerfiel in kleinere Teile. Genau dort wo diese 20-30 Kilo Brocken den Jungen trafen, war eine Unterbrechung der Steinschutzgalerie", so Valentin.

Alpinpolizei ermittelt

Der genaue Unfallhergang wird noch von der Alpinpolizei ermittelt. Laut ersten Informationen befanden sich zu dem Zeitpunkt des Unglücks vier Personen an der Stelle. Der andere 16-jährige Jugendliche wurde ebenfalls getroffen und zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Man wird jetzt wohl prüfen müssen, ob die Schutzvorrichtungen ausreichend gewesen waren. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut die Angehörigen.

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