Eine außergewöhnliche Leistung eines Kindes sorgt für Staunen in der Bergsteigerwelt.
Der neunjährige Lelio Massimo di Roccasecca aus Rom hat gemeinsam mit seinem Vater Valerio den Mont Blanc (4.807 Meter) erklommen. Damit ist er der jüngste Mensch, der den höchsten Gipfel der Alpen erreicht hat.
Der Bub stammt aus einem uralten römischen Adelsgeschlecht – daher auch sein Spitzname "kleiner Prinz". Nach der erfolgreichen Besteigung am 4. September feierten Vater und Sohn ihren Triumph in der Goûter-Hütte, rund 1.000 Höhenmeter unter dem Gipfel.
"Es ist unglaublich, diese Welt unter meinen Füßen zu sehen – die Berge von drei Ländern: Italien, Frankreich und der Schweiz", erzählte der kleine Rekordhalter laut "Bild" der italienischen Tageszeitung "La Stampa".
Die Leidenschaft fürs Klettern wurde Lelio in die Wiege gelegt: Sein Vater Valerio (53) schaffte es mit 14 Jahren erstmals auf den Mont Blanc. Im Mai dieses Jahres bestieg er sogar den Mount Everest (8.849 Meter).
Lelio selbst bezwang bereits mit fünf Jahren den Gran Sasso, den höchsten Gipfel des Apennin-Gebirges.
"Der weiße Berg da? Da will ich hin", hatte sich der Bub vor einem Jahr gewünscht. Sein Vater betont: "Es geht uns nicht um den Rekord. Lelio liebt einfach die Berge."