In einem Ferienlager in Blenio im Schweizer Kanton Tessin soll es zwischen zwei Buben zu einer sexuellen Handlung gekommen sein. Ein Neunjähriger habe am Freitagabend (5.7.) einen weiteren Buben nach dem Duschen zum Oralsex gedrängt. Der Siebenjährige habe sich danach einem Betreuer anvertraut.
"Mein Sohn ist völlig verstört", sagte die Mutter des jüngeren Buben zu Tio.ch. "Ich werde den Vorfall der Polizei melden, auch weil ich mich frage, was einen 9-Jährigen zu so einer Tat bewegt. Vielleicht wurde er ja zu Hause selbst missbraucht oder es herrschen sonst schwierige Umstände."
"Vielleicht ein Spiel, vielleicht aber auch mehr"
Am Samstag seien die Eltern informiert und unverzüglich die Kinderschutzorganisation Aiuto, sostegno e protezione dell'infanzia (ASPI) eingeschaltet worden, um zu verstehen, wie der Fall einzuordnen ist. "Vielleicht fand es in einem spielerischen Kontext statt, vielleicht steckt aber auch mehr dahinter", so die Mutter.
Aus dem Ferienlager heißt es, man bedauere den Vorfall und habe reagiert. Es wurde ein Tag organisiert, an dem zusammen mit Mitarbeitern von ASPI, die Sexualität und der eigene Körper thematisiert werden sollen.
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(dmo/20 Minuten)