Bub "enführt": Jetzt setzt sich die Mutter zur Wehr

Bild: Sabine Hertel/Privat/Heute.at-Montage
Aufregung um Klaus (4), den die ungarische Mutter in Wien vom Kindermädchen weg in ein Auto gezerrt hat. Jetzt sagt die Mama, sie sei das eigentliche Opfer.
. Jetzt sagt die Mama, sie sei das eigentliche Opfer.

Ein monatelanger Obsorgestreit um den kleinen Klaus (Name geändert) gipfelte darin, dass die Mutter (35) das Kind in ein Auto steckte und davonfuhr. Der Wiener Vater Thomas N. (46, Name geändert) will seinen Sohn sofort zurück - beide Elternteile haben das Sorgerecht.

Doch der Papa habe den Buben eigentlich zuerst "entführt", erklärt die Anwältin der Mutter, Eva Maria Barki: "Klaus hat neun Monate in Ungarn gelebt und dort den Kindergarten besucht. Im April brachte ihn der Vater nach einem Besuch nicht mehr zurück, verweigerte jeglichen Kontakt zur Mutter." Drei Monate lang habe die Ungarin nicht gewusst, wo ihr Sohn war, die österreichischen Ämter verweigerten die Auskunft. Also suchte sie Klaus und holte ihn zurück.

"Es geht ihm gut, er befindet sich mit der Mutter auf Urlaub in der Heimat", so die Anwältin. Sie sieht ungarische Gerichte als zuständig an, da der Bub die Staatsbürgerschaft des Landes hat. Ihr Vorschlag zu der verfahrenen Situation: "Eine Lösung mit einem Mediator.".
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