Bub in Klasse geohrfeigt aber Opfer fliegt von Schule

Jannis (10) aus Felixdorf (NÖ) ist am Boden zerstört: Der Bub kassierte im Unterricht von einem größeren Klassenkameraden (12) zwei Watschen. Bilanz: Jannis muss gehen, der Schläger darf bleiben.

Eine bittere Lektion musste Jannis am Donnerstag im Informatikunterricht in einer Mittelschule im südlichen NÖ lernen: Nachdem er einen älteren Klassenkollegen mit einem Lied aufgezogen hatte, bekam der 10-Jährige zwei schallende Ohrfeigen. In der Folge mussten beide Buben zum Direktor, die Konsequenz: Der Prügler wurde ermahnt, Jannis flog hinaus.

Daraufhin versuchte Jannis’ Stiefpapa beim Direktor zu intervenieren: "Ich habe den Schulleiter gefragt, ob es richtig sei, einen älteren und 30 Zentimeter größeren Buben, der hinhaut, schützen zu müssen", berichtet der SP-Gemeinderat. Der Leiter der privaten Mittelschule zu "Heute": "Ich gab dem Ziehvater keine Auskunft, weil er nicht erziehungsberechtigt ist. Von einer Suspendierung kann aber nicht die Rede sein, Jannis hatte ein befristetes Schulverhältnis, und das wird jetzt beendet."

Die zuständige Schulrätin, Christine Pollak, gesteht zwar: "Es ist erst der zweite Fall in sieben Jahren an dieser Schule, dass ein befristeter Kontrakt nicht verlängert wird. Aber der Bub tut der Klasse nicht gut, er provoziert ständig." Und Jannis? Der Kleine bereut: "Es tut mir leid." Er schläft schlecht und weint: "Jetzt muss ich in eine neue Schule."

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